Behörde entzieht Russen-Jets den TÜV – Zwingt Bermuda Russland zu Boden?

Im Bermuda-Dreieck verschwindet der Legende nach so ziemlich alles: Riesenschiffe, Barkassen, Fischerboote und auch Flugzeuge. Doch eine gesamte Flugzugflotte?

Genau das könnte jetzt passieren: Die meisten Flugzeuge russischer Airlines wie Aeroflot, Pobeda, S/ oder Utair sind auf Bermuda registriert (Kennung VP-B, VQ-B). Und nun hat die Zivilluftfahrtbehörde von Bermuda (BCAA) die Lufttüchtigkeitszeugnisse von Flugzeugen russischer Fluggesellschaften ausgesetzt, wie es in einer Erklärung der Behörde heißt.

Bedeutet: Die auf den Bermudas registrierten Flugzeuge dürfen nicht mehr fliegen – und verlieren den Versicherungsschutz. Sie gelten als nicht mehr verkehrstauglich. Ganz banal: Die Russen-Flieger haben keinen Flug-TÜV mehr! Ab sofort!

Damit erleidet die russische Flugbranche einen Dreierschlag, der sie endgültig auf den Boden zwingen kann:

  • Die großen Hersteller Airbus und Boeing, von denen der Hauptteil der Flotten stammt, haben die Zusammenarbeit gekündigt, liefern keine Teile mehr, haben die Vor-Ort- und die Fernwartung (Software, Fehleranalysen) gestoppt.
  • Die internationalen Leasingfirmen, von denen die meisten Flieger der großen Airlines stammen, haben die Verträge gekündigt, wollen ihre Flugzeuge zurück. Putin verbietet die Rückgabe.
  • Und nun entzieht Bermuda den Fliegern auch noch den Flugzeug-TÜV.

Folge all dessen: Die Russen-Flieger sind weitgehend ungewartet und ohne TÜV und als Diebesgut in der Luft!

Im größten Land der Erde könnte damit der Großteil des Inlandverkehrs zusammenbrechen.

800 Airbus-, Boeing- oder Bombardier-Flugzeuge sind im Ausland registriert – neben Bermuda auch in Irland. Aeroflot zum Beispiel hat lediglich die russischen Super-Jets in Russland registriert (Kennung RA).

Die Bermuda-Behörde erklärte, ihre eigenen Möglichkeiten, die Verkehrssicherheit zu überprüfen, seien durch Sanktionen erheblich eingeschränkt. Zudem haben Hersteller wie Boeing und Airbus die Lieferung von Ersatzteillieferungen für die Wartung der Russen-Jets gestoppt.

Massive Flugstreichungen in Russland

Die russische Luftfahrtbehörde Rosaviatsiya hatte schon vor einer Woche den meisten Airlines empfohlen, alle internationalen Flüge einzustellen. Seit Tagen werden aber auch im Inland massenhaft Flüge gestrichen.

Tausende Touristen sitzen etwa in den Skigebieten im Kaukasus fest. Die Airline teilte außerdem mit, dass Aeroflot-Passagiere bis Ende des Jahres Rückerstattungen für nicht genutzte Flüge erhalten oder Tickets für andere Termine im Jahr 2022 umbuchen können, wenn die Strecke weiter betrieben wird.

Das Internet-Portal Yandex schrieb schon vor Tagen von der „Airline mit den gebrochenen Flügeln“.

Sollten alle Boeing-, Airbus und Bombardier-Flieger auch für Inlandsflüge am Boden bleiben, bleiben nur die wenigen Russenflieger der Marke Sukhoj SSJ100 und ein paar alte sowjetische Typen wie Yak-40 und YAK-42, die noch im Land registriert sind.

Die russische Regierung teilte unterdessen mit, sie arbeite an einer Registrierungslösung und der Ausstellung der Lufttüchtigkeitszeugnisse in Russland. Wie sie das Problem der mangelnden Wartung und fehlenden Teile, die teils turnusgemäß getauscht werden müssen, und der nicht vorhandenen Versicherungen will, sagte sie nicht. Und ins Ausland können die Maschinen dann immer noch nicht.

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Travors