Corona: 17-Jährige wegen fehlender Maske in Berlin zusammengeschlagen – WELT

Im Streit um eine fehlende Mund-Nase-Bedeckung ist am Samstagabend eine 17-jährige Jugendliche im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg krankenhausreif geschlagen worden. Nach ihren Angaben eskalierte der Streit mit insgesamt sechs Erwachsenen in einer Straßenbahn. Die Männer und Frauen hätten das Mädchen auf die Maskenpflicht hingewiesen, wie die Polizei am Sonntag mitteilte.

Nach einer zunächst verbalen Auseinandersetzung sei die Jugendliche schließlich aus der Gruppe heraus rassistisch beleidigt worden. Als alle Beteiligten die Bahn verlassen hatten, soll der Streit weiter eskaliert sein. Die junge Frau wurde demnach festgehalten und mehrfach geschlagen und getreten. Zudem soll ihr eine der beteiligten Frauen Haare ausgerissen haben, berichtete die Polizei. Die 17-Jährige musste schließlich im Krankenhaus aufgenommen werden.

Aufgrund eines vom Opfer gedrehten Videos erkannten die alarmierten Beamten einen der beteiligten Männer aus vorangegangenen Polizeieinsätzen wieder. Er und zwei weitere Tatverdächtige im Alter zwischen 42 und 51 Jahren wurden in einer nahegelegenen Kneipe vorläufig festgenommen, bestritten aber die Tatvorwürfe. Die Männer waren zum Teil betrunken, außerdem fand die Polizei bei einem von ihnen Betäubungsmittel. Die Ermittlungen zu den beteiligten Frauen dauern an.

Alle Entwicklungen im Liveticker:

22.49 Uhr – Ottawa ruft nach Trucker-Protesten Notstand aus

Der Bürgermeister von Ottawa ruft wegen der nunmehr zehntägigen Proteste von Lastwagenfahrern in der kanadischen Hauptstadt den Notstand aus. Der Schritt spiegle „die ernste Gefahr und Bedrohung für die Sicherheit der Bürger“ wider, die von den Demonstrationen ausgehe, erklärte Jim Watson. Welche Maßnahmen nun ergriffen werden sollen, teilt er nicht mit. Im Zentrum von Ottawa sind viele Straßen durch Hunderte von Lastwagen blockiert. Der „Freedom Convoy“ war ursprünglich als Protest gegen eine Impfpflicht für gewisse Fahrer gedacht. Inzwischen hat er sich zu einer Demonstration gegen Pandemie-Maßnahmen allgemein und der Regierung von Ministerpräsident Justin Trudeau entwickelt.

22:07 Uhr – Nach Massenveranstaltung: Präsidentin von Honduras hat Corona

Zehn Tage nach ihrer Vereidigung in einem vollen Fußballstadion ist bei der neuen Präsidentin von Honduras, Xiomara Castro, eine Coronavirus-Infektion festgestellt worden. Ein PCR-Test sei am Sonntag positiv ausgefallen, teilte die Linkspolitikerin auf Twitter mit. „Den Untersuchungen zufolge ist es leicht“, fügte sie hinzu – gemeint waren vermutlich leichte Symptome einer Erkrankung an Covid-19. Sie arbeite aus der Distanz weiter, schrieb sie.

Am 27. Januar hatte Castro als erste Frau das Amt der Staats- und Regierungschefin des mittelamerikanischen Landes angetreten. Den Amtseid legte die 62-Jährige im Nationalstadion von Tegucigalpa vor einem Publikum von Tausenden Menschen und in Anwesenheit ausländischer Gäste ab – darunter die US-Vizepräsidentin Kamala Harris. Es gab dort viele Umarmungen und Händedrücke zu sehen.

17:18 Uhr – Brandenburgs Ex-Innenminister bei Demo

Brandenburgs ehemaliger Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) hat einem Medienbericht zufolge in Hohen Neuendorf an einer Demonstration gegen Corona-Maßnahmen teilgenommen. Das bestätigte Schröter am Sonntag dem „Nordkurier“. Er tue das, weil er überzeugt sei, dass die 2G-Regelungen nicht mit dem Grundgesetz vereinbar sind, sagte Schröter der Zeitung. „Ich weiß, dass man bürgerliche Freiheitsrechte einschränken kann, wenn von Menschen Gefahren ausgehen und sie andere Menschen in Gefahr bringen.“ Von negativ getesteten Menschen gehe seiner Ansicht nach aber keine Gefahr aus. Schröter war von 2014 bis 2019 Innenminister in Brandenburg. Auch die Potsdamer „Neuesten Nachrichten“ berichteten darüber.

Er habe an der Demonstration teilgenommen, weil er wissen wollte, was dort für Menschen unterwegs sind, so Schröter weiter. Die Demonstration in Hohen Neuendorf sei von Menschen „aus der bürgerlichen Mitte“ entstanden. „Ich habe keinen gesehen, der dort extremistisch aufgetreten ist.“ Wäre das so gewesen, hätte er selbst nicht an der Demonstration teilgenommen, sondern wäre gegangen.

15:38 Uhr – Union und SPD unterstützen Wieler

Nach Kritik aus der FDP-Spitze am Präsidenten des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, haben sich sowohl die SPD- als auch die Unionsfraktion im Bundestag hinter Wieler gestellt. Er habe „in der zweijährigen Pandemie viel geleistet und unermüdlich gearbeitet“, sagte SPD-Fraktionsvize Dagmar Schmidt den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Das RKI sei „wissenschaftlich unabhängig und trägt mit seiner Expertise dazu bei, dass wir gut durch die Pandemie kommen.“ Es werde auch weiterhin notwendig sein, politisches Handeln der wissenschaftlichen Expertise anzupassen, sagte Schmidt weiter. Dabei müsse auf eine gute Kommunikation und Umsetzbarkeit Rücksicht genommen werden.

Der stellvertretende Unionsfraktionschef Sepp Müller (CDU) sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland am Sonntag, es sei klar, dass sich die Kommunikation des RKI deutlich verbessern müsse. „Unabhängig davon ist Professor Wieler eine ausgewiesene wissenschaftliche Koryphäe, die wir von der Union respektieren und unterstützen.“

15.16 Uhr – Ermittlungen nach Tweets zur Corona-Erkrankung Erdogans

Wegen „beleidigender Beiträge“ in den sozialen Medien im Zusammenhang mit der Corona-Erkrankung des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan sind vier Menschen festgenommen worden. Nach vier weiteren werde gefahndet, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Insgesamt würden mehr als 30 Nutzerkonten wegen mutmaßlicher Beleidigung des Präsidenten und seiner Ehefrau Emine Erdogan untersucht.

Anadolu nannte keine Details zum Inhalt der Nachrichten. Die regierungsnahe Zeitung „Sabah“ schrieb, einige Nutzer, gegen die nun ermittelt werde, hätten Erdogan auf Twitter indirekt den Tod gewünscht. Darunter sei der ehemalige türkische Nationalschwimmer Derya Büyükuncu. Sportminister Mehmet Kasapoglu kündigte Konsequenzen für den Sportler an.

Erdogan (67) und seine Ehefrau hatten am Samstag mitgeteilt, sie seien positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Präsident versicherte auch am Sonntag via Twitter, es handele sich um einen milden Verlauf. Der Gesundheitszustand Erdogans ist in der Türkei immer wieder Thema. Im November waren Ermittlungen gegen Nutzer eingeleitet worden, die auf Twitter über den Tod des Präsidenten spekuliert hatten.

15.05 Uhr – „Love Booster“ – Impfaktion in Hamburger Bordell

Ungewöhnliche Impfaktion auf Hamburgs sündigster Meile: In einem Bordell in der berühmten Herbertstraße auf der Reeperbahn haben Besucher am Sonntagmorgen ein Impfangebot gegen Corona erhalten. Unter dem Motto „Love Booster“ gab es 120 Impfdosen von Biontech und Moderna für angemeldete Impfwillige ab 18 Jahren. Egal war dabei, ob es sich um die erste, zweite oder dritte Impfung handelte.

„Wir sind zufrieden. Es wurden nicht ganz alle Impfdosen verimpft, aber zahlreiche Menschen haben das Angebot genutzt, darunter auch viele Frauen“, sagte ein Sprecher der Aktion am Sonntag in Hamburg. Dabei wurden vor allem Booster- und Zweitimpfungen gegeben.

Gleichzeitig gab es noch eine Kunstausstellung zum Thema „Sexy Aufstand Reeperbahn“ zu sehen. Diese Initiative hatte die Impfaktion gemeinsam mit einer Galerie und einem Corona-Testzentrum auf St. Pauli organisiert. In der Gruppe Sexy Aufstand Reeperbahn sind Prostituierte und Bordellbetreiber vertreten. Die Prostituierten selbst sind dem Sprecher zufolge bereits durchgeimpft.

14:53 Uhr – Schüler in Brandenburg sollen sich täglich testen

Schülerinnen und Schüler in Brandenburg können sich ab dem 14. Februar fünfmal statt dreimal pro Woche auf Corona testen lassen. Das teilte das Bildungsministerium am Sonntag mit. Damit sollen Corona-Infektionen noch frühzeitiger erkannt werden. Fünf Tests pro Woche waren schon früher geplant, doch erst musste die Beschaffung organisiert werden. Ende Dezember hatte ein Anbieter den Zuschlag nach einer europaweiten Ausschreibung erhalten. Bisher sind drei Corona-Tests Pflicht, um die Schule zu besuchen.

Für die mehr als 293.000 Schülerinnen und Schüler beginnt am Montag wieder der Unterricht, in der Regel im Präsenzbetrieb. Allerdings ist die Präsenzpflicht für die Schüler in den Jahrgangsstufen 1 bis 5, 7 und 8 sowie in den Leistungs- und Begabungsklassen und an den Förderschulen vorerst weiter ausgesetzt. Vor den Ferien hatten nach Angaben des Ministeriums aber nur drei bis fünf Prozent der Eltern die Möglichkeit genutzt, ihre Kinder zuhause lernen zu lassen.

14:20 Uhr – Zahl der Schwerkranken in Israel auf Rekordhoch

Die Zahl der Corona-Schwerkranken in Israel ist auf dem höchsten Stand seit Beginn der Pandemie vor zwei Jahren. Das Gesundheitsministerium teilte am Sonntag mit, 1263 schwer an Corona erkrankte Patienten würden in Krankenhäusern behandelt. Am Samstag waren bereits 1229 Schwerkranke gemeldet worden. Den vorherigen Höhepunkt hatte die Zahl vor gut einem Jahr mit rund 1185 Schwerkranken erreicht.

Die Zahl der Neuinfektionen in Israel geht derweil stetig zurück. Experten gehen davon aus, dass die Omikron-Welle allmählich bricht. Die Corona-Regeln in dem Mittelmeerland mit rund 9,4 Millionen Einwohnern werden weiter gelockert.

Nach den Angaben des Gesundheitsministeriums am Sonntag wurden binnen 24 Stunden 33.374 neue Corona-Fälle gemeldet. Vor zwei Wochen hatte die Zahl der Neuinfektionen mit mehr als 85.000 einen Höhepunkt seit Beginn der Pandemie erreicht.

Zum Vergleich: Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 133.173 Corona-Neuinfektionen. Deutschland hat etwa neunmal so viele Einwohner wie Israel. Die Zahl der Menschen in Israel, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, liegt bei 9139.

13:25 Uhr – Portugal mildert Maßnahmen für EU-Reisende

Portugal mildert die Corona-Maßnahmen für Reisende aus der EU ab Montag ab. Wer mit einem in der EU anerkannten Nachweis über die vollständige Impfung zur Grenze kommt, muss keinen zusätzlichen Test mehr absolviert haben, wie es in einem am Sonntag veröffentlichten Regierungsbeschluss heißt. 

Die Einreise ohne Test nach Portugal ist auch dann möglich, wenn ein digitales EU-Zertifikat über eine nicht länger als sechs Monate zurückliegende Genesung von Covid-19 vorgelegt wird. Seit Anfang Dezember hatte die portugiesische Regierung Reisende ab zwölf Jahren zur Vorlage von negativen Corona-Tests verpflichtet, selbst wenn sie geimpft waren.

12.30 Uhr – Dehoga dringt auf einheitlichen Öffnungsplan für Gastronomie

Mit Blick auf die nächste Ministerpräsidentenkonferenz zur Corona-Krise fordert der Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) einen deutschlandweit geltenden Öffnungsplan für die Gastronomie. „Da sich abzeichnet, dass Omikron trotz hoher Inzidenzwerte das Gesundheitssystem nicht überfordert, sollten Bund und Länder rasch, möglichst schon Mitte Februar bei ihrer nächsten Konferenz, einen bundesweit einheitlichen Öffnungsplan vereinbaren“, sagte Dehoga-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges der „Rheinischen Post“. „Wir fordern die Aufhebung der 2G-Plus-Regel in der Gastronomie“, sagte sie.

„Die abendlichen Sperrzeiten um 22 Uhr wie in Bayern und in fünf weiteren Ländern sollten sofort abgeschafft werden, denn die Sinnhaftigkeit erschließt sich nicht“, sagte Hartges. Auch Clubs und Diskotheken sollten sehr bald wieder geöffnet werden, forderte sie. Die nächste Bund-Länder-Runde ist für den 16. Februar geplant.

09.51 Uhr – Ärger wegen Impfnachweis – zwei Schwerverletzte in Bremen

Im Zusammenhang mit einem Corona-Impfnachweis sind zwei Männer in Bremen schwer verletzt worden. Die beiden 38 und 39 Jahre alten Männer wollten am Samstagabend in eine Gaststätte in Bremen-Osterholz gehen, da sie keinen ausreichenden Corona-Impfschutz hatten, wurden sie abgewiesen, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Wie ein Polizeisprecher sagte, konnten die beiden Männer ihre Auffrischungsimpfung oder einen negativen Test für den Zugang nicht nachweisen – die ersten beiden Impfungen haben sie demnach erhalten. Daraufhin haben die beiden die Scheibe der Eingangstür eingeschlagen.

Kurz danach sollen dann etwa zehn Menschen die beiden mit Faustschlägen und Tritten angegriffen haben. Die beiden Männer kamen mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus. Die mutmaßlichen Täter konnte die Polizei noch nicht finden. Die Ermittlungen dauern an.

06.00 Uhr -Australien will Grenzen wieder für Touristen öffnen

Australien will seine Grenzen für internationale Touristen bald wieder öffnen. Wie der australische Ministerpräsident Scott Morrison ankündigt, sei die Wiedereröffnung nicht weit entfernt und könnte noch vor Ostern möglich sein.

Morrison will das Thema in der kommenden Woche im Parlament diskutieren. Auch Innenministerin Karen Andrews sagte in einem TV-Interview am Sonntag, dass die Regierung einer Entscheidung zur Grenzöffnung sehr nah sei.

05.00 Uhr – Neuseeland feiert Nationalfeiertag online

Die Ausbreitung der Omikron-Variante in Neuseeland hat dazu geführt, dass alle Gedenkfeiern anlässlich des Nationalfeiertages am 6. Februar in diesem Jahr nur online stattfinden können. Mit dem „Waitangi Day“ gedenkt das Land der Unterzeichnung eines Vertrags zwischen Maori und Vertretern der britischen Krone im Jahre 1840, der auch als Gründungsdokument Neuseelands gilt.

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Deutschlands PCR-Testmangel

Bei ihrer Ansprache anlässlich des Feiertages rief Ministerpräsidentin Jacinda Ardern zum Impfen und zu mehr Zusammenhalt auf. Aus den Daten des Gesundheitsministeriums geht hervor, dass die Infektionszahlen in dem bisher weitgehend Coronavirus-freien Land im Moment steigen. 93 Prozent der Neuseeländer über zwölf Jahren sind zweifach geimpft, 49 Prozent haben bereits eine Booster-Impfung erhalten.

05.20 Uhr – Proteste in Thüringen – Polizisten verletzt

In Thüringen haben in vielen Städten am Samstag erneut zahlreiche Menschen gegen die Corona-Maßnahmen demonstriert. Bei den meist unangemeldeten Protesten wurden drei Polizeibeamte bei einem Einsatz mit Reizgas leicht verletzt. Die größte Versammlung mit 300 Teilnehmern gegen Corona-Maßnahmen hatte sich am Nachmittag über den Messenger-Dienst „Telegram“ vor der Staatskanzlei in Erfurt verabredet, teilte die Polizei mit. Die Einsatzkräfte hatten das Gebäude jedoch vorsorglich mit Gittern abgesperrt, sodass die Maßnahmen-Kritiker weiter in die Innenstadt zogen. Die Einsatzkräfte begleitete die Maßnahmen-Kritiker und versuchten, größere Ansammlung zu verhindern, um Auseinandersetzungen vorzubeugen.

Bei den Protesten in Erfurt und anderen Städten in Thüringen wurden 11 Strafanzeigen gegen Personen gestellt, unter anderem weil sie Widerstand gegen Polizeibeamte geleistet hatten. In zwei Fällen laufen Ermittlungen wegen gefälschter Gesundheitszeugnisse. Gegen 46 Personen wurden Platzverweise ausgestellt. Eine Person wurde in Polizeigewahrsam genommen, als sie diesem Aufruf nicht nachkam.

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Weitere Demonstrationen gab es in Greiz (272 Teilnehmer), Bad Liebenstein (220), Suhl (60 Teilnehmer) und Gera (41 Teilnehmer). Die Demonstrationen waren angemeldet und richteten sich ebenfalls gegen die Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie. 92 Teilnehmer einer Demonstration in Greiz riefen auf dem Kirchplatz zu einem Friedensgebet auf.

05.03 Uhr – RKI meldet mit 1400,8 neuen Höchstwert bei Sieben-Tage-Inzidenz

Die vom Robert-Koch-Institut (RKI) gemeldete bundesweite 7-Tage-Inzidenz hat erstmals die Schwelle von 1400 überschritten. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Sonntagmorgen mit 1400,8 an.

Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1388,0 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1156,8 (Vormonat: 285,9). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 133.173 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 118.970 Ansteckungen.

Experten gehen von einer hohen und weiter steigenden Zahl von Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind, unter anderem, weil Testkapazitäten und Gesundheitsämter vielerorts am Limit sind.

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Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 41 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 59 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 11.022.590 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

03.00 Uhr – Rheinland-Pfalz: Kliniken sehen sich für Omikron gerüstet

Die Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz haben sich mit verschiedenen Maßnahmen auf diese Situation vorbereitet, wie der Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft Rheinland-Pfalz, Andreas Wermter, der Deutschen Presse-Agentur sagte. „Für viele Kliniken werden aber nicht die Zunahmen der Corona-Fälle selbst, sondern die Personalausfälle das Hauptproblem sein.“

„Es kann sein, dass die Mitarbeitenden selbst erkranken. Es droht aber auch der Ausfall von Personal durch Quarantänevorgaben oder fehlende Kinderbetreuung“, erklärte er. Während dieser Bereich für die Kliniken nicht kalkulierbar ist, bereiten sie sich seit Beginn der Pandemie mit einem sogenannten Eskalationskonzept auf einen starken Anstieg von Covid-19-Patienten vor.

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Da durch die aktuelle Dominanz der Omikron-Variante und als Effekt der Impfungen der Anteil der Intensivpatienten im Vergleich zu den vorangegangenen Wellen derzeit „signifikant geringer“ sei, hätten die Krankenhäuser das Eskalationskonzept auf die Normalstationen erweitert, erklärt Wermter.

01.00 Uhr – Weltweit rund 390 Millionen Infektionen und mehr als sechs Millionen Tote

Weltweit haben sich bislang rund 389,9 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Das ergibt eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten.

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Über sechs Millionen Menschen starben mit oder an dem Virus, das erstmals im Dezember 2019 im chinesischen Wuhan nachgewiesen wurde. Mit mehr als 76 Millionen Ansteckungsfällen und 904.740 Todesfällen weisen die USA international die höchsten Werte auf.

00.00 Uhr – Mehrheit der Deutschen für Lockerungen

Eine Mehrheit der Deutschen spricht sich für Lockerungen aus. Einem Vorabbericht der „Bild am Sonntag“ zufolge hat dies eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Insa (1002 Befragte) ergeben. Demnach sind 49 Prozent für Lockerungen, 44 Prozent sind dagegen. Nach dem Sinn einzelner Maßnahmen befragt, nannten 53 Prozent die 2G-Regeln im Einzelhandel nicht sinnvoll, 42 Prozent der Befragten sprachen sich dafür aus.

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Kontaktbeschränkungen für Geimpfte würden 66 Prozent abschaffen und 27 Prozent beibehalten. 2G-Plus in der Gastronomie finden 49 Prozent nicht mehr sinnvoll, 47 Prozent halten die Maßnahme weiterhin für gerechtfertigt. Deutliche Unterstützung gibt es für die Maskenpflicht in Bussen und Zügen (71 Prozent), im Einzelhandel (65 Prozent) und in den Schulen (58 Prozent). Auch die Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte finden 64 Prozent sinnvoll.

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Corona: 17-Jährige wegen fehlender Maske in Berlin zusammengeschlagen – WELT

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