Corona: Impfnachweise sollen in EU nur noch neun Monate gültig sein – WELT

Corona-Impfnachweise sollen für Reisen innerhalb der Europäischen Union künftig nur noch maximal neun Monate gültig sein: Das will die EU-Kommission noch vor Weihnachten vorschlagen, wie es am Donnerstag von Verantwortlichen in Brüssel hieß. Ziel sei es, die Bürger zu schnellen Auffrischungs-Impfungen zu motivieren.

Bisher waren die europaweit anerkannten Impfzertifikate unbefristet gültig. Mitgliedsländer wie Frankreich haben wegen der hoch ansteckenden Omikron-Variante aber bereits angekündigt, sie nach einer bestimmten Frist nicht mehr für Einreisen anzuerkennen – im Falle Frankreichs schon sieben Monate nach der vollständigen Impfung.

Da Brüssel einen Flickenteppich unterschiedlicher Reise-Regelungen fürchtet, will die Kommission die Gültigkeit der Zertifikate nun EU-weit vereinheitlichen. Der Vorschlag wäre den Angaben zufolge für die Mitgliedstaaten bindend und könnte im Februar in Kraft treten, wenn nicht eine qualifizierte Mehrheit der Länder dagegen stimmt.

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Alle Entwicklungen im Live-Ticker:

21:12 Uhr – Südafrika fühlt sich von französischen Corona-Maßnahmen diskriminiert

Südafrika fühlt sich von neuen französischen Corona-Maßnahmen bei Einreisen aus dem afrikanischen Land diskriminiert. Steve Motale, ein Sprecher des südafrikanischen Tourismusministeriums, erklärte, die von der französischen Regierung verhängten Maßnahmen bei Wiedereinreisen aus Südafrika schienen darauf ausgerichtet zu sein, Menschen von Reisen von Frankreich nach Südafrika abzuhalten, weil sie sich nach der Rückkehr in eine lange und kostspielige Quarantäne begeben müssten.

„Es ist unglücklich, dass Südafrika wieder einmal ohne wissenschaftliche Grundlage diskriminiert zu werden scheint“, sagte er der Nachrichtenagentur AP. Die verpflichtende Quarantäne und zusätzliche Kosten für PCR-Tests machten Südafrika zu einem unattraktiven Reiseziel.

20:00 Uhr – Fallzahlen sinken laut RKI nicht schnell genug

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen sinkt im Hinblick auf die hohe Belastung der Intensivstationen und die bevorstehende Omikron-Welle nicht stark und nicht schnell genug. Das schreibt das Robert Koch-Institut (RKI) in seinem Wochenbericht am Donnerstag. Alle Maßnahmen – etwa die Reduktion von Kontakten, das Tragen von Masken oder das Einhalten der Hygieneregeln – müssten aus diesem Grund aufrechterhalten oder sogar intensiviert werden.

Die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen sei zwischen dem 6. und 12. Dezember um 13 Prozent im Vergleich zur Vorwoche gesunken, heißt es in dem Bericht. Auch der Anteil positiv getesteter Proben habe sich nicht weiter erhöht und liege nun bei 20,9 Prozent (Vorwoche: 21,0 Prozent). Trotz dieser Entwicklung würden nach wie vor sehr hohe Fallzahlen verzeichnet, die Belastung der Intensivstationen bleibe hoch.

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Illustration of a healthcare worker in a protective ward with a surgical mask holding a vial of vaccineI. Novavax is a new coronavirus vaccine on the market, and Indonesia was the first to approve it. in Zagreb, Croatia, on November 04, 2021. Photo: Tomislav Miletic/PIXSELL

19:30 Uhr – Omikron-Variante überwiegt in Abwasserproben im Raum Orlando

Abwasserproben aus einem Bezirk im US-Staat Florida zeigen, dass die neue Omikron-Variante des Coronavirus dort bereits vorherrscht. Die Omikron-Variante habe rasch die Oberhand über die bisher verbreitete Delta-Variante gewonnen, erklärten Behördenvertreter von Orange County. In dem Bezirk befinden sich zahlreiche große Vergnügungsparks.

Zwar seien dort bislang kaum Infektionsfälle mit Omikron bestätigt worden, doch habe eine Abwasserprobe in dieser Woche ergeben, dass Omikron fast 100 Prozent der Corona-Erreger ausmache, schrieb die Sprecherin der Versorgungswerke, Sarah Lux, in einer E-Mail. In Krankenhäusern seien bislang allerdings vor allem Menschen aufgenommen worden, die sich mit der Delta-Variante infiziert hätten, sagte der Bürgermeister von Orange County, Jerry Demings, am Mittwoch auf dem Flughafen von Orlando.

18:55 Uhr – Dänemark verzeichnet 10.000 neue Fälle an einem Tag

In Dänemark sind am Donnerstag fast 10.000 neue Corona-Fälle registriert worden – so viele wie noch nie an einem einzigen Tag. In rund 3000 Fällen handelt es sich dabei um Omikron-Variante des Virus, wie das nationale Seruminstitut am Abend mitteilte. Insgesamt wurden in dem Land mit knapp sechs Millionen Einwohnern seit Ende November rund 9000 Omikron-Infektionen nachgewiesen. Besonders sogenannte Superspreader-Ereignisse im Nachtleben hätten dazu geführt, dass sich das Virus schnell verbreitet, so das Institut.

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DWO Teaser Zweitimpfungen NEU 2

Uneinigkeit bei der Ampel

Ministerpräsidentin Mette Frederiksen kündigte auf Facebook neue Maßnahmen an, um die Ausbreitung des Virus zu bremsen. „Ich habe keinen Zweifel daran, dass neue Maßnahmen nötig sein werden, um die Infektionsketten zu durchbrechen“, schrieb sie auf Facebook. Details nannte Frederiksen nicht.

17:58 Uhr – Russisches Unterhaus stimmt für Einführung von Corona-Pass

Das russische Unterhaus hat am Donnerstag in erster Lesung für die Einführung eines Corona-Passes gestimmt. Demnach müssen die Bürger künftig an öffentlichen Orten wie Restaurants, Bars, Museen und Theatern nachweisen, dass sie vollständig geimpft oder genesen sind oder medizinische Gründe gegen ihre Impfung sprechen. Für Geschäfte des täglichen Bedarfs gilt dies nicht. Die Regel soll am 1. Februar in Kraft treten und bis 1. Juni gelten.

Die Gesetzesänderung muss noch in weiteren Sitzungen im Unterhaus beraten und anschließend vom Oberhaus verabschiedet werden. Dies gilt jedoch als Formsache.

17:57 Uhr – Prognose geht von Impfstoffüberschuss in reichen Ländern aus

Bis zum kommenden März werden wohlhabende Länder laut einer Prognose einen Überschuss von fast 1,4 Milliarden Dosen Corona-Impfstoff haben. Die Prognose wurde von der Analysefirma Airfinity im Auftrag des Weltverbands der Pharmaindustrie (IFPMA) erstellt. Unklar war, wie groß der Überschuss noch sein würde, sollten sich alle Länder für Auffrischungsimpfungen entscheiden, um ihre Bevölkerungen gegen die ansteckendere Omikron-Variante des Coronavirus zu schützen.

Der IFPMA mit Sitz in Genf wies am Donnerstag Berichte über einen Mangel an Impfstoffen für Entwicklungsländer zurück. Das Problem sei eine Kombination aus einem Horten von Impfstoffen in wohlhabenden Ländern und einem Unvermögen in ärmeren Länder, Impfungen zu verabreichen, erklärte der Verband.

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Laut Polizei waren bis zu 3.700 Menschen dabei, laut Veranstalter über 10.000

17:42 Uhr – Großbritannien meldet zweiten Tag in Folge Höchststand bei Neuinfektionen

Großbritannien hat den zweiten Tag in Folge einen Höchststand bei den Corona-Neuinfektionen verzeichnet. Die britischen Behörden meldeten am Donnerstag vor dem Hintergrund der sich ausbreitenden Omikron-Variante des Virus 88.376 neue Fälle binnen 24 Stunden. Die Zahl der Todesfälle stieg um 146 auf 146.937.

Am Mittwoch war mit 78.610 der bisherige Rekord vom 8. Januar dieses Jahres übertroffen worden. Das Vereinigte Königreich ist eines der am stärksten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder Europas. Die hochansteckende Omikron-Variante ist dort inzwischen stark verbreitet.

17:08 Uhr – EMA unterstützt Einsatz von Corona-Medikament Paxlovid für Notfälle

Die EU-Arzneimittelbehörde EMA unterstützt den Einsatz des Corona-Medikaments Paxlovid des US-Pharmakonzerns Pfizer für Notfälle. Die Tabletten könnten „zur Behandlung von Erwachsenen mit Covid-19 eingesetzt werden, die keinen zusätzlichen Sauerstoff benötigen und bei denen ein erhöhtes Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs besteht“, erklärte die EMA am Donnerstag. Damit kann das Medikament noch vor seiner Zulassung in der EU eingesetzt werden.

Am Montag hatte Pfizer die endgültigen Daten einer klinischen Studie zur Wirksamkeit der Pille vorgestellt. Demnach senkt das antivirale Medikament bei Risikopatienten die Gefahr einer Krankenhauseinweisung oder eines Todes um 89 Prozent. Dies gilt, wenn die Behandlung innerhalb von drei Tagen nach Auftreten der Krankheitssymptome begonnen wurde. Startete die Behandlung innerhalb von fünf Tagen nach Auftreten der Symptome, lag der Schutz immer noch bei 88 Prozent.

17:05 Uhr – NRW verbietet Silvester-Bälle, „wenn das Tanzen Schwerpunkt der Veranstaltung ist“

Das Land NRW weitet das Tanzverbot aus und verbietet auch öffentliche Silvester-Bälle. Das gilt sowohl in der Gastronomie als auch für „vergleichbare Veranstaltungen, wenn das Tanzen Schwerpunkt der Veranstaltung ist“, teilte das Gesundheitsministerium mit. Für Clubs und Diskotheken ist der Betrieb bereits untersagt. Die Verordnung gilt zunächst bis zum 12. Januar. Auch private Tanz- und Disko-Veranstaltungen sind untersagt. Wie im vergangenen Jahr sind zum Jahreswechsel zudem öffentlich veranstaltete Feuerwerke auf von den Kommunen zu bestimmenden Plätzen untersagt. Darunter fällt auch jegliche private Verwendung von Pyrotechnik auf publikumsträchtigen Plätzen und Straßen.

16:23 Uhr – 500 Kinderimpfungen zum Auftakt in Berlin

Zum Start der Impfungen für Fünf- bis Elfjährige am Mittwoch haben berlinweit rund 500 Kinder eine Spritze bekommen. Das teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Der größte Teil entfiel mit rund 300 Impfungen auf die drei landeseigenen Impfzentren auf dem Messegelände, im ehemaligen Kongresszentrum ICC und auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tegel.

In den Schulen startete die Impfaktion in kleinem Rahmen. Zunächst waren Impfungen nur an einer Schule in jedem der zwölf Berliner Bezirke vorgesehen. Rund 150 Kinder ließen sich dort impfen. Im Naturkundemuseum bekamen rund 50 Fünf- bis Elfjährige ihre erste Impfung. Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) hatte das als „kreatives Impfen“ angekündigt. Dafür sind noch weitere „besondere Orte“ im Gespräch. Alle Impfaktionen starteten erst gegen Mittag.

15:55 Uhr – EU-Gipfel setzt im Kampf gegen Omikron auf Auffrischungsimpfungen

Wegen der aktuellen Corona-Lage und der Ausbreitung der neuen Omikron-Variante dringen die Staats- und Regierungschefs der EU auf rasche Auffrischungsimpfungen. Ein koordiniertes Vorgehen der 27 Mitgliedstaaten sei wichtig, um ein Durcheinander der Regeln zu verhindern und sicherzustellen, dass die Corona-Impfzertifikate weiterhin ungehindertes Reisen ermöglichen, hieß es am Donnerstag in der Abschlusserklärung eines eintägigen Gipfels in Brüssel.

15:37 Uhr – Portugal revanchiert sich und bietet Deutschland Corona-Hilfe an

Portugal hat Deutschland Medienberichten zufolge Hilfe bei der Versorgung von Corona-Patienten angeboten. „Portugal hat seine Bereitschaft bekundet, Deutschland bei der Reaktion auf die Covid-19-Pandemie zu unterstützen, sei es durch die Aufnahme von Patienten auf Intensivstationen in Portugal oder durch die Entsendung eines Ärzteteams und von Krankenpflegern nach Deutschland“, zitierte die Zeitung „Público“ einen Sprecher des Außenministeriums in Lissabon.

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Das Land mit einer der höchsten Impfquoten der Welt wolle sich damit für deutsche Hilfe Anfang des Jahres bei der Behandlung von Corona-Patienten erkenntlich zeigen. Die deutsche Seite prüfe das Hilfsangebot, habe der Sprecher hinzugefügt. Eine Reaktion wurde bis Donnerstag zunächst nicht bekannt.

15:31 Uhr – EMA gibt grünes Licht für zwei Medikamente zur Behandlung von Covid-19

Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hat grünes Licht für zwei neue Medikamente zur Behandlung von Covid-19 gegeben. Die Behörde empfahl am Donnerstag die Anwendung des Medikaments Xevudy aus der Gruppe der monoklonalen Antikörper des Unternehmens GlaxoSmithKline (GSK) sowie des Immunsuppressivums Kineret der schwedischen Firma Orphan Biovitrum.

Xevudy sei für „die Behandlung von Covid-19 bei Erwachsenen und Jugendlichen bestimmt, die keinen zusätzlichen Sauerstoff benötigen und die ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe haben“, teilte die EMA mit. Eine Studie habe ergeben, dass mit dem Medikament von GSK das Risiko einer Krankenhauseinlieferung oder eines tödlichen Verlaufs bei Patienten mit mindestens einer Vorerkrankung „deutlich reduziert“ werde.

Kineret ist in der EU bereits für die Behandlung verschiedener entzündlicher Erkrankungen zugelassen. Nun empfahl die EMA es auch für die Anwendung bei erwachsenen Covid-19-Patienten, die zusätzlichen Sauerstoff benötigen und bei denen das Risiko einer schweren Ateminsuffizienz besteht. Kineret könne „die Schädigung der unteren Atemwege verringern und die Entwicklung einer schweren Ateminsuffizienz verhindern“, erklärte die Behörde.

15:22 Uhr – Finnland verlangt Coronatest bei Einreise aus immer mehr Ländern

Die finnische Regierung verschärft angesichts steigender Corona-Zahlen in Europa die Einreise aus bestimmten Ländern. Reisende aus Ländern außerhalb des EU/Schengen-Raumes müssen ab dem 21. Dezember einen negativen Corona-Test vorweisen, der nicht älter als 24 Stunden ist, auch wenn sie geimpft sind. Das teilten die Familien- und die Innenministerin am Donnerstag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit. Die regionalen Behörden hätten außerdem die Anweisung bekommen, Reisende aus Dänemark, Norwegen und Großbritannien bei der Ankunft auf Corona zu testen. Finnland hat mit einer Inzidenz von 360 per 100.000 Einwohner im Vergleich zu Norwegen und Dänemark recht niedrige Werte, doch die Infektionszahlen steigen auch hier an. Bis Mittwoch wurde 34 Omikron-Fälle gemeldet.

15:15 Uhr – Lauterbach warnt vor vierter Welle mit Omikron-Variante – Zustimmung für 35 Millionen Moderna-Impfdosen

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach warnt vor einer vierten Pandemie-Welle mit der Omikron-Variante. Von zentraler Bedeutung, um diese Welle möglichst niedrig zu halten, sei die Booster-Impfung, sagt Lauterbach in Berlin. Nun müsse die Bundesregierung dafür sorgen, dass ausreichend Impfstoff vorhanden sei. Dazu sei er auch mit Rumänien, Bulgarien, Polen und Portugal in Gesprächen, um von dort weitere Dosen aufzukaufen.

Die EU-Kommission hat nach Angaben von Lauterbach der vorgezogenen Lieferung von 35 Millionen Dosen des Moderna-Impfstoffs gegen das Coronavirus an Deutschland zugestimmt. Eine vorgezogene Lieferung bedürfe der Zustimmung der EU, diese habe er Donnerstagmittag erhalten, sagte er. Er verhandele außerdem mit Rumänien, Bulgarien und Portugal über den Kauf von Biontech-Impfstoffen. Er hoffe, dass er hier bald Vollzug berichten könne.

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Gesundheitsminister Lauterbach

14:48 Uhr – Rekord an Corona-Neuinfektionen in New South Wales

Der australische Staat New South Wales hat am Donnerstag einen Höchststand an Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Die Behörden in dem bevölkerungsreichsten Staat des Landes verzeichneten 1742 neue Fälle, so viele wie noch nie an einem einzelnen Tag seit Beginn der Pandemie. In Krankenhäusern wurden 192 Coronapatienten behandelt, am Vortag waren es noch 166.

Die Infektionszahlen verdoppelten sich alle zwei bis drei Tage, sagte der Gesundheitsminister des Staats, Brad Hazzard, am Mittwoch. Modelle der Universität von New South Wales prognostizieren bis Ende Januar bis zu 25.000 neue Fälle pro Tag. Ein Mitarbeiter der Gesundheitsbehörde sagte, angesichts der steigenden Fallzahlen in der Stadt Newcastle sollten die Menschen ihre Pläne für Weihnachten überdenken.

14:37 Uhr – EU-Gipfel nennt Corona-Booster „dringend“ im Kampf gegen Omikron

Im Kampf gegen die hoch ansteckende Corona-Variante Omikron setzt die EU auf beschleunigte Auffrischungs-Impfungen. Die europäischen Staats- und Regierungschefs nahmen am Donnerstag bei ihrem Brüsseler Gipfeltreffen gemeinsame Schlussfolgerungen zur Corona-Pandemie an, wie der Sprecher von EU-Ratspräsident Charles Michel auf Twitter mitteilte. Darin heißt es: „Impfungen für alle anzubieten und Booster-Dosen bereitzustellen, ist entscheidend und dringend“.

Eine allgemeine Impfpflicht in der EU zeichnet sich demzufolge bisher nicht ab. Deutschland wie Österreich haben eine solche Maßnahme auf den Weg gebracht, in Deutschland soll in Kürze der Bundestag darüber abstimmen. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte die Debatte kürzlich für ganz Europa als notwendig bezeichnet.

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Migrants, headscarfs, Leberstrasse, beauty's mountain, Berlin, Germany, Migrantinnen, Kopftucher, Leberstrasse, Schoneberg, Germany. (Photo by: Bildagentur-online/Universal Images Group via Getty Images)

Mehr Impfskepsis bei Zugewanderten?

14:29 Uhr – Erster Omikron-Fall in Tokio bestätigt

In der japanischen Hauptstadt Tokio ist ein erster Fall der neuen Omikron-Variante des Coronavirus bestätigt worden. Er wurde bei einer aus den USA eingereisten Frau entdeckt. Ihr Freund, den sie gleich nach ihrer Ankunft traf, wurde inzwischen ebenfalls positiv getestet. Er hatte zwischenzeitlich ein Fußballspiel besucht. Ob es sich bei ihm ebenfalls um die Omikron-Variante handelt, wurde noch untersucht.

Weiterhin wurde ein Mitarbeiter des Quarantänedienstes positiv auf die Omikron-Variante getestet, wie das Gesundheitsministerium am Donnerstag erklärte. Die Zahl der bestätigten Omikron-Fälle in Japan stieg damit auf insgesamt 34. Nach Regierungsangaben wurden alle Omikron-Fälle bei Einreisekontrollen an der Grenze entdeckt. Nach Ansicht von Experten ist es aber nur eine Frage der Zeit, bis auch erste Übertragungen innerhalb des Landes auftreten.

14:20 Uhr – EU-Gipfel schließt weitere Corona-Auflagen für Reisende nicht aus

Angesichts der teils rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante drohen in der EU neue Corona-Auflagen für Reisende. Der EU-Gipfel in Brüssel verständigte sich am Donnerstag nur darauf, dass Beschränkungen das Funktionieren des Binnenmarkts nicht untergraben und die Bewegungsfreiheit innerhalb der und in die EU nicht „unverhältnismäßig“ behindern sollten.

„Weitere abgestimmte Anstrengungen“ seien nötig, um auf Grundlage wissenschaftlicher Daten zu reagieren, heißt es in den gemeinsamen Schlussfolgerungen zu Covid-19. Zudem sei es wichtig, mit Blick auf die Gültigkeit der EU-Corona-Zertifikate abgestimmt vorzugehen.

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14:19 Uhr – Laut EU-Kreisen frühere Moderna-Lieferungen für Deutschland

Für die Corona-Impfungen in Deutschland sind frühere Lieferungen des Präparats von Moderna in Sicht. Konkret können 10 Millionen Impfdosen noch auf Dezember vorgezogen werden, wie es am Donnerstag aus EU-Kreisen hieß. Ins erste Quartal 2022 vorgezogen werden können demnach außerdem weitere 25 Millionen Dosen. Aus den insgesamt 35 Millionen Dosen könnten bis zu 70 Millionen Dosen für Auffrischimpfungen gezogen werden, da hierfür bei Moderna eine halbe Dosis verwendet wird.

Nach „Spiegel“-Informationen stehe die EU zudem kurz davor, 150 Millionen Dosen von Biontech/Pfizer nachzubestellen. So könnte Deutschland in den kommenden Monaten mindestens 27 Millionen weitere Dosen des Präparats verimpfen. Die Bundesregierung soll sich auf EU-Ebene bereiterklärt haben, bis zu 80 Millionen dieser zusätzlichen 150 Millionen Dosen zu übernehmen.

Die Regierung hatte am Mittwoch bereits mitgeteilt, zusätzliche 80 Millionen Dosen des Präparats von Biontech über EU-Verträge kaufen zu wollen. Der Haushaltsausschuss des Bundestags hatte hierfür sowie für 12 Millionen weitere Dosen, die direkt beschafft werden sollen, rund 2,2 Milliarden Euro bewilligt.

14:18 Uhr – Steinmeier dankt für Impfbereitschaft

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat allen Bürgerinnen und Bürgern gedankt, die sich gegen Corona impfen lassen. „Danke an die große Mehrheit in unserem Land, die seit vielen Monaten umsichtig und solidarisch handelt“, sagte er am Donnerstag beim Besuch eines Impfzentrums in Berlin. Der Bundespräsident sprach dort mit Impfwilligen sowie mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

„Hier in der Warteschlange war zu sehen: Die Menschen wissen, dass wir der Pandemie ohne Impfung nicht entkommen“, sagte Steinmeier laut Präsidialamt. „Sie unterstützten die Impfkampagne, auch wenn mal Geduld gefragt ist.“ Viele seien dankbar für ihre dritte Impfung. „Andere haben zunächst mit sich gerungen und sich am Ende doch für eine Impfung entschieden.“

„Ich danke allen, die diesen Schritt gehen“, betonte Steinmeier. Es sei gut, „dass die Booster-Kampagne jetzt richtig Fahrt aufgenommen hat“. Der Bundespräsident dankte auch den in dem Impfzentrum im früheren Flughafen Berlin-Tegel Tätigen für ihre Arbeit.

14:00 Uhr – Italien: Städte schränken Feste ein – Kein Alkohol in Kampanien

Wegen steigender Corona-Fallzahlen schränken immer mehr Städte in Italien ihre Weihnachts- und Neujahrsfeierlichkeiten ein. Bologna sagte die Silvesterfeier auf der Piazza Maggiore im Herzen der norditalienischen Großstadt ab, wie Bürgermeister Matteo Lepore am Donnerstag mitteilte. „Wir müssten Gelegenheiten für mögliche Ansteckungen verhindern“, erklärte er in einer Mitteilung.

Die Hauptstadt Rom strich am Mittwoch das traditionelle Silvesterkonzert in der antiken Rennarena Circus Maximus. Damit will die Stadt Menschenansammlungen vermeiden. „Es war alles bereit um Neujahr in großem Stil zu feiern und Rom wieder ins Zentrum großer Events zu bringen“, sagte Veranstaltungsassessor Alessandro Onorato.

Noch einen Schritt weiter ging die süditalienische Region Kampanien, in der Neapel liegt. Regionalpräsident Vincenzo De Luca unterschrieb am Mittwoch eine Anordnung, wonach zwischen dem 23. Dezember und 1. Januar der Konsum von Alkohol, nichtalkoholischen Getränken und Speisen im öffentlichen Raum ganztags verboten sei. Erlaubt sei nur Wasser. Auch Feste im Freien, die zu Menschenansammlungen führen könnten, seien während dieser Zeit untersagt. Außerdem müssten die Menschen im Freien vielerorts Masken tragen. Diese Regelung haben auch Mailand und Turin in der Vorweihnachtszeit für ihre Stadtzentren beschlossen.

13:47 Uhr – EMA will in der kommenden Woche über Novavax-Impfstoff entscheiden

Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hat angekündigt, in der kommenden Woche über die Zulassung des Corona-Totimpfstoffs des US-Pharmakonzerns Novavax zu entscheiden. Das zuständige Arzneimittelkomitee werde am 20. Dezember zu einer außerordentlichen Sitzung zusammentreten, erklärte die EMA am Donnerstag auf Twitter. Dabei solle es um das von Novavax unter dem Namen Nuvaxovid entwickelte Vakzin gehen. Es wäre der erste in der EU zugelassene Totimpfstoff gegen das Coronavirus.

Der US-Konzern hatte Mitte November eine Marktzulassung für Nuvaxovid für die EU beantragt. Bei dem Vakzin handelt es sich um einen sogenannten Totimpfstoff, der für die Immunisierung abgetötete Bestandteile des neuartigen Coronavirus enthält. Bislang sind in der EU nur Corona-Impfstoffe auf Grundlage anderer Methoden zugelassen: Die Vakzine von Biontech/Pfizer und Moderna auf Basis der neuartigen mRNA-Technologie sowie die Vektorimpfstoffe von Astrazeneca und Johnson & Johnson.

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13:19 Uhr – Portugal will wegen Omikron Testpflicht bei Einreise verlängern

Wegen der aktuellen Corona-Lage und der Ausbreitung der neuen Omikron-Variante will Portugal Beschränkungen wie eine Testpflicht bei der Einreise über den 9. Januar hinaus verlängern. An diesem Tag, an dem die Restriktionen nach bisherigem Plan hätten enden sollen, werde man nicht dazu in der Lage sein, sagte Ministerpräsident António Costa am Donnerstag. Möglicherweise könne es auch Verschärfungen geben. Von 2. Januar bis 9. Januar ist bereits eine „Eindämmungswoche“ geplant, in der Arbeit aus dem Home Office verpflichtend ist, wo möglich, und die Schulen noch geschlossen bleiben.

Costa kündigte außerdem an, dass seine Regierung Risikopatienten im kommenden Jahr wohl eine weitere Auffrischungsimpfung anbieten werde.

13:16 Uhr – Italiens Gesundheitsminister bekräftigt verschärfte Einreiseregeln

Italiens Gesundheitsminister hat die Verschärfung der Regeln für Einreisende aus dem EU-Ausland bekräftigt. „In diesen Stunden kann unsere Priorität auf nichts anderem liegen, als uns weiter dafür einzusetzen, unser Land in Sicherheit zu bringen“, sagte Roberto Speranza am Donnerstag bei einem Kongress des italienischen Verbands des Pflegepersonals FNOPI. Auch Entscheidungen wie die Verlängerung des Notstandes und die Einschränkungen für internationale Reisen zielten genau darauf ab. Man wolle mit einem hohen Maß an Überwachung, deutlich steigende Ansteckungszahlen und Krankenhauseinweisungen wegen des Coronavirus und neuer Varianten vermeiden, erklärte Speranza weiter.

Seit Donnerstag brauchen alle Einreisenden aus dem EU-Ausland in Italien neben dem bislang üblichen Impf- oder Genesungsnachweis und der digitalen Einreiseanmeldung einen negativen Corona-Test. Akzeptiert werden der Anordnung zufolge PCR-Tests, nicht älter als 48 Stunden, und Antigen-Tests, nicht älter als 24 Stunden. Ungeimpfte müssen außerdem fünf Tage in Quarantäne. Die kurzfristig beschlossene Maßnahme sorgte bei der EU in Brüssel für Verwunderung.

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12:18 Uhr – Bundestag verlängert Corona-Hilfsfonds um ein halbes Jahr

Der Bundestag hat einer Verlängerung des milliardenschweren Corona-Hilfsfonds für größere Unternehmen zugestimmt. Der Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) war bisher bis Ende 2021 befristet und läuft nun bis zum 30. Juni 2022. Dafür stimmten am Donnerstag die Ampel-Fraktionen SPD, Grüne und FDP sowie die Union. AfD und Linke enthielten sich. Der Bundesrat muss noch zustimmen.

Der kurz nach Ausbruch der Pandemie im Frühjahr 2020 eingerichtete Fonds soll Unternehmen stabilisieren, die in Liquiditätsengpässe geraten und deren Bestandsgefährdung „erhebliche Auswirkungen“ auf die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt hätte. So bekam die Lufthansa Hilfen in Milliardenhöhe. Neben dem WSF gibt es weitere Hilfen, um der Wirtschaft in der Pandemie zu helfen. So sind auch Regelungen zur Überbrückungshilfe und zur Kurzarbeit verlängert worden.

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In der Pandemie hat sich der Pflegenotstand weiter zugespitzt

12.06 Uhr – Bericht: Kassenärzte streiten sich mit RKI über Meldung von Corona-Impfungen

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) streitet sich einem Bericht zufolge mit dem Robert-Koch-Institut (RKI) über die Meldung der verabreichten Corona-Impfungen. In einem Brief an den Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) weist die KBV Vorwürfe zurück, wegen unzureichender Dokumentation durch die niedergelassenen Ärzte werde womöglich eine zu niedrige Impfquote ausgewiesen, wie das Magazin „Business Insider“ am Donnerstag berichtete.

Während Impfzentren, Krankenhäuser und mobile Impfteams ihre Daten mit einer speziellen Anwendung namens „Digitales Impfmonitoring“ an das RKI übermitteln, nutzen niedergelassene Ärztinnen und Ärzte diese nicht. Nach Angaben des RKI schicken die Kassenärzte ihre Impfdaten täglich an die KBV, die Privatärzte wiederum nutzen eine weitere Plattform. Von beiden Portalen würden die Daten „täglich vom RKI abgerufen“, heißt es auf der Internetseite des Instituts.

Laut dem Bericht von „Business Insider“ hatte RKI-Chef Lothar Wieler den niedergelassenen Ärzten vorgeworfen, sie dokumentierten die Impfungen nicht ordnungsgemäß. Dagegen wende sich nun die KBV: „Dass beim RKI möglicherweise fehlende oder lückenhafte Daten über die (…) Impfungen vorliegen, ist vielmehr darin begründet, dass das RKI diese Daten nicht in Empfang nehmen kann, weil es bis heute die hierfür vorgesehene Datenschnittstelle nicht realisiert hat“, zitierte das Magazin aus dem Brief an Lauterbach.

12:03 Uhr – Valneva-Chef rät zu schnellem Impfen mit verfügbaren Präparaten

Thomas Lingelbach, CEO des Totimpfstoffherstellers Valneva, empfiehlt Verwandten und Bekannten, zeitnah auf andere Corona-Vakzine zurückzugreifen. „Ich rate niemandem, auf unseren Impfstoff zu warten“, sagte er dem „Spiegel“, „das wäre ethisch inakzeptabel“. Er selbst habe sich kürzlich mit Biontech boostern lassen. Bis Valnevas Totimpfstoff in der EU auf den Markt kommt, werde es noch Wochen oder Monate dauern. Die Valneva-Vakzin ist ebenso wie jenes von Novavax in der EU auch noch nicht zugelassen.

Einige Ungeimpfte wollen sich lieber mit einem umgangssprachlich Totimpfstoff genannten Vakzin als mit den verfügbaren mRNA-Vakzinen impfen lassen, weil sie diese vermeintlich für sicherer halten. Dabei verfügen die neuen Totimpfstoffe aber auch über Wirkverstärker, sogenannte Adjuvanzien, die bislang nur wenig erforscht sind. Beobachtungsstudien zeigten auch bereits, dass ein Impfschema, das ausschließlich auf einem Totimpfstoff beruht, gegen neuere Corona-Varianten weniger wirksam ist.

12:03 Uhr – Omikron in Polen nachgewiesen

Die neue Omikron-Variante ist nun auch erstmals in Polen nachgewiesen worden. Behörden im südlichen Katowice hätten den ersten Fall gemeldet, zitiert die Nachrichtenagentur PAP den stellvertretenden Gesundheitsminister Waldemar Kraska. Insgesamt wurden in Polen bislang 3.903.445 Infektionen registriert. 90.306 Menschen starben. In Polen leben rund 38 Millionen Menschen.

11:13 Uhr – Corona-Warnstufe 2 gilt ab Freitag in gesamt Niedersachsen

In gesamt Niedersachsen gelten ab Freitag (17. Dezember) Regelungen der Warnstufe 2 der Niedersächsischen Corona-Verordnung. Wie das Gesundheitsministerium in Hannover mitteilte, waren die Schwellenwerte beider Krankenhausindikatoren an fünf Werktagen in Folge überschritten. Damit haben Ungeimpfte im Bundesland zu vielen Bereichen keinen Zutritt mehr. In der Gastronomie beispielsweise gilt 2G oder 2G-plus.

In den meisten Städten und Landkreisen ändert sich allerdings nichts, denn sie lagen bereits in der Vergangenheit über dem Schwellenwert. Neu ist die Warnstufe 2 für den Heidekreis und die Stadt Wilhelmshaven.

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Wolfgang Kubicki - deutscher Volkswirt, Rechtsanwalt und Politiker der FDP - Mitglied des Deutschen Bundestages - Bundesvorsitzender der FDP und Bundestagsvizepräsident - hier aufgenommen im Verwaltungsgebäude des Bundestages

11:01 Uhr – NRW-Innenminister Reul: Bei Corona-Protesten mehr als Polizei nötig

Angesichts zunehmender und radikaler werdenden Protesten von Gegnern der Corona-Politik sieht Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) auch die Zivilgesellschaft gefordert. Allein mit restriktiven Maßnahmen sei das nicht zu schaffen, sagte Reul am Donnerstag im WDR-Morgenecho. „Wir können ja nicht alle Leute bewachen. Da muss man ja auch Realist sein“, sagte der Innenminister. Es komme da „auch ganz stark drauf an, wie die gesamte Gesellschaft damit umgeht“. Eine Haltung, immer unbedingt recht haben zu wollen, könne dazu führen, dass sich solche Gruppen immer stärker zusammenschlössen und radikalisierten.

Das Ausmaß der Proteste sei in Nordrhein-Westfalen nicht so gravierend wie in Sachsen und Thüringen, sagte Reul weiter. Die Zahl der Menschen, auch bei den einschlägigen Social Media-Plattformen, nehme jedoch zu. Die öffentlichen Aufritte würden zudem unberechenbarer. In Nordrhein-Westfalen habe es am vergangenen Wochenende 27 kleinere und größere Demonstrationen gegeben. Zu Demonstrationen, die mit 30 oder 100 Leuten angemeldet seien, kämen zum Teil bis zu 2.000 Menschen. Hier seien flexiblere Konzepte nötig. „Das haben wir jetzt vor ein paar Tagen auch entschieden und verändert.“

10:42 Uhr – FDP-Abgeordnete lehnen in Antragsentwurf allgemeine Corona-Impfpflicht ab

In der Debatte um eine Impfpflicht gegen das Coronavirus liegt im Bundestag der Entwurf für einen ersten Antrag vor. Das von mehr als 20 FDP-Abgeordneten unterschriebene Papier spricht sich klar gegen eine solche Pflicht aus. Nach dem Entwurf soll der Bundestag bekräftigen, „dass es in der Bundesrepublik Deutschland keine allgemeine Impfpflicht gegen Sars-CoV-2 geben wird“. Der Bundestag verbinde dies „mit dem Appell, dass sich weiter möglichst viele Menschen bestmöglich gegen Covid-19 schützen, indem sie die empfohlenen Angebote einer Coronaschutzimpfung wahrnehmen“.

Prominentester Unterzeichner des Antragsentwurfs, der der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt, ist Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki. Die Bundesregierung wird darin unter anderem gebeten, „die Anstrengungen unterhalb des Grundrechtseingriffs einer Impfpflicht oder sog. 2G-Maßnahmen zu intensivieren“. Vorgeschlagen werden beispielsweise „mehrsprachige Aufklärungs- und Werbespots und eine breite, von relevanten gesellschaftlichen Akteuren wie Kirchen, muslimischen Verbänden, Gewerkschaften, Sportvereinen mit getragene Kampagne für das Impfen“.

Die Bundesregierung wird ferner dazu angehalten, weitere niedrigschwellige Impfangebote aufrechtzuerhalten und zu intensivieren, etwa Impfaktionen bei Großveranstaltungen oder zu Kernzeiten vor Baumärkten und in Einkaufszentren. Zu prüfen sei zudem das persönliche Anschreiben mit dem Angebot eines Impftermins für jeden Bürger und jede Bürgerin.

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Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (links) wird von FDP-Bundesvize Wolfgang Kubicki attackiert

Streit über Bayern-Inzidenz

In dem Antragsentwurf wird auch auf die Impfpflicht gegen Pocken und Masern hingewiesen. In beiden Fällen sei bei einer planmäßigen Impfung der Bevölkerung ein Stopp der Ausbreitung zu erwarten oder bereits erwiesen. „Ähnliche Zielmarken – also ein Erlöschen der Übertragung von Sars-CoV-2 – sind mit den derzeit zur Verfügung stehenden Impfstoffen nicht definierbar, weil nicht erreichbar“.

10:32 Uhr – Mainzer Rosenmontagsumzug endgültig abgesagt

Der Mainzer Rosenmontagsumzug wird pandemiebedingt auch 2022 nicht stattfinden. Der Vorstand des federführenden Mainzer Carneval Vereins (MCV) sprach sich am Mittwochabend für eine Absage aus. Die Entscheidung hatte sich bereits abgezeichnet, als Anfang Dezember die „Mainzer Fastnacht eG“, ein Zusammenschluss der wichtigsten örtlichen Vereine und Garden, ihren Mitgliedern wegen der Corona-Krise einen Verzicht auf alle Fastnachtsumzüge und -sitzungen empfohlen hatte.

Unter der aktuellen rheinland-pfälzischen Corona-Schutzverordnung seien Veranstaltungen mit maximal 10.000 geimpften oder genesenen Teilnehmern zulässig, begründete MCV-Präsident Reinhard Urban die Absage. Bei allen Straßenumzügen in Mainz und speziell am Rosenmontag werde diese Zahl deutlich überschritten. Eine Kontrolle so vieler Menschen sei ohnehin nicht möglich, sagte er dem SWR-Fernsehen.

10:12 Uhr – Tagesrekord mit fast 1,5 Millionen Corona-Impfungen am Mittwoch

Die Corona-Impfungen in Deutschland haben am Mittwoch einen Tagesrekord erreicht. Gespritzt wurden 1,496 Millionen Dosen, wie aus Meldedaten des Robert Koch-Instituts (RKI) von Donnerstag hervorgeht. Darunter waren fast 1,3 Millionen Auffrischimpfungen und 97 400 Erstimpfungen. Bisheriger Rekord-Impftag in der Pandemie war der 9. Juni mit 1,43 Millionen gespritzten Impfdosen.

Insgesamt ist nun auch die Marke von 70,0 Prozent aller Einwohner mit vollständigem Grundschutz erreicht. Die dafür meist nötige zweite Spritze haben den Angaben zufolge nun mindestens 58,2 Millionen Menschen bekommen. Eine zusätzliche Booster-Spritze zur Auffrischung haben nunmehr mindestens 22,9 Millionen Menschen oder 27,6 Prozent der Bevölkerung bekommen.

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09:41 Uhr – Frankreich verschärft Reisebeschränkungen für Großbritannien wegen Omikron-Variante

Um eine Ausbreitung der Fälle mit der Omikron-Variante des Coronavirus zu bremsen, will Frankreich die Reisebeschränkungen für Großbritannien verschärfen. „Wir werden ein System von Kontrollen einführen, das drastisch strenger ist als jenes, das wir bereits haben“, sagte Regierungssprecher Gabriel Attal dem Sender BFM-TV am Donnerstag. Nicht notwendige Reisen von und nach Großbritannien sind laut Regierungsangaben ab Samstag untersagt.

Die Bürger dürften ab dem Wochenende nicht mehr aus „touristischen oder beruflichen Gründen“ von oder nach Großbritannien einreisen, erklärte Paris. Dies gelte sowohl für Ungeimpfte als auch für Geimpfte. Französische Staatsbürger und Bürger mit einem Wohnsitz in Frankreich dürften jedoch weiterhin von Großbritannien in ihre Heimat zurückkehren. Reiserückkehrer müssten künftig einen negativen Corona-Test vorlegen, der nicht älter als 24 Stunden ist, kündigte Attal an.

09:16 Uhr – Pistorius warnt vor Gewalttaten durch radikalisierte Impfgegner

Nach Razzien bei radikalisierten Impfgegnern hat Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) ein konsequentes Vorgehen der Sicherheitsbehörden gefordert und vor einer Gewalteskalation gewarnt. „Auf Gedanken folgen Worte und auf Worte folgen Taten“, sagte er am Donnerstag im ZDF-„Morgenmagazin“. Das habe die Erfahrung der letzten Jahre gezeigt. Umso mehr komme es jetzt darauf an, dass der Staat einschreitet.

„Es darf nicht passieren, dass man das, was dort verbal passiert, nicht ernst nimmt“, warnte Pistorius. Was in Chats geäußert werde, dürfe nicht auf die leichte Schulter genommen werden. In diesem Zusammenhang erneuerte der Innenminister auch seine Forderung nach einem Vertriebsstopp der Telegram-App durch die Großkonzerne Apple und Google.

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Umfrage unter Bundesländern

09:04 Uhr – Neue Corona-Variante auch in Indonesien entdeckt

Die Omikron-Variante des Coronavirus ist jetzt auch in Indonesien entdeckt worden. Angesteckt habe sich eine Reinigungskraft in einem Krankenhaus in der Hauptstadt Jakarta, teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstag mit. Sie sei in Quarantäne geschickt worden, habe aber keine Symptome.

Gesundheitsminister Budi Gunadi Sadikin sagte, der Fall sei am Mittwoch entdeckt worden. Er mahnte die Menschen, sich an die Schutzvorschriften zu halten, insbesondere Masken zu tragen und Abstand zu wahren. Coronatests und das Impfprogramm sollten ausgeweitet werden.

08:31 Uhr – Wegen Omikron: Ghana schottet sich ab

Im Kampf gegen die hochansteckende Corona-Variante Omikron hat der westafrikanische Staat Ghana ab sofort alle Einreisen drastisch eingeschränkt. Konkret können Menschen nur noch auf dem Luft- oder Seeweg in das Land kommen, Einreisen über Land sind für unbestimmte Zeit nicht möglich. Präsident Nana Addo Dankwa Akufo-Addo begründete die Maßnahme in der Nacht zu Donnerstag in einer TV-Rede mit einer drohenden vierten Infektionswelle. „Wir beobachten das Ausmaß an Bedrohung durch die Krankheit und die laufenden Impfungen in unseren Nachbarländern – und sobald wir die Zuversicht haben, dass es sicher ist, werden wir die Grenzen wieder öffnen“, sagte der Präsident. In Afrika spielt sich nach Schätzungen mehr als 80 Prozent des Reiseverkehrs auf dem Landweg ab. Ghana hat seit Ausbruch der Pandemie knapp 132.000 positive Corona-Fälle registriert, von denen 1255 tödlich verliefen.

Für Flugreisende auf dem internationalen Kotoka Airport gelten drastische Beschränkungen. Alle müssen nun vollständig geimpft sein, maximal 72 Stunden alte negative PCR-Tests vorweisen und sich zudem bei der Ankunft einem erneuten Corona-Test unterziehen. Das gilt auch für Kinder ab fünf Jahren, für die – anders als bei Erwachsenen – die Tests kostenlos sind. Ghanas Präsident kündigte zudem die Gründung eines nationalen Impf-Instituts an, das unter anderem den geplanten Aufbau einer nationalen Impfstoff-Produktion überwachen soll.

08:28 Uhr – Deutliche Zunahme von Corona-Protesten in Niedersachsen

In Niedersachsen haben die Proteste gegen die Corona-Maßnahmen seit Anfang Dezember zugenommen. „Bestimmte Städte ragen dabei nicht heraus, wenngleich die Städte hoher Einwohneranzahl gegenüber ländlichen Gebieten erwartungsgemäß einen Schwerpunkt darstellen“, sagte die Sprecherin des Innenministeriums, Svenja Mischel. Dabei zeichnet sich ein bundesweiter Trend ab. Nahezu alle Bundesländer registrieren einen Anstieg bis hin zu einer Verdreifachung der Demonstrationen und der Teilnehmerzahlen, wie aus einer Umfrage des Evangelischen Pressedienstes (epd) unter den zuständigen Behörden hervorgeht.

In Niedersachsen hat sich Mischel zufolge die Zahl der Teilnehmenden seit Oktober sukzessive erhöht. So registrierte die Polizei im Oktober durchschnittlich rund 50 Teilnehmende je Versammlung, im November waren es 85 und im Dezember bislang etwa 120. Allerdings variierten die Zahlen stark, überwiegend bewegten sie sich zwischen zehn und 250 Teilnehmenden. Einzelne Kundgebungen hätten weit überdurchschnittlichen Zulauf, etwa in Osnabrück, wo sich Anfang Dezember 1.200 Demonstrierende versammelt hätten, Mitte des Monats sogar 2.300.

08:02 Uhr – Israels Grenzen bleiben für Touristen bis Ende Dezember zu

Israel verlängert das Einreiseverbot für Touristen wegen der Omikron-Variante des Coronavirus um weitere sieben Tage. Damit bleiben die Grenzen für Ausländer bis zum 29. Dezember um Mitternacht geschlossen, wie das Büro von Ministerpräsident Naftali Bennett am Mittwochabend mitteilte. Weiterhin müssen damit auch alle Personen mit Wohnsitz in Israel, die aus einem beliebigen Land zurückkehren – darunter auch geimpfte Israelis – bei der Einreise mindestens drei Tage lang in Quarantäne gehen.

07:52 Uhr – Sozialverband fordert bevorzugte Booster-Impfung von Risikogruppen

Angesichts von Meldungen über einen möglichen Impfstoffmangel fordert der Sozialverband VdK, Risikogruppen bei der Booster-Impfung sofort vorzuziehen. „Wenn es im ersten Quartal des neuen Jahres tatsächlich zu wenig Impfstoff geben sollte, müssen jetzt dringend alle Risikogruppen bevorzugt geboostert werden“, sagte VdK-Präsidentin Verena Bentele den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstag). Noch immer warteten viele alte und andere gefährdete Menschen auf einen Termin für eine Impfauffrischung. „Das ist für sie lebensgefährlich.“

05:56 Uhr – Saar-Proteste gegen Corona-Regeln friedlich, aber mit Verstößen

Proteste gegen die Corona-Maßnahmen im Saarland verlaufen laut Innenministerium bisher friedlich. Allerdings seien die Demonstrierenden nicht immer kooperationsbereit gegenüber Polizeibeamtinnen sowie -beamten und Auflagen würden bei einzelnen Veranstaltungen nicht eingehalten, teilte das Ministerium dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Saarbrücken mit. „Teilweise konnten Verstöße gegen den Mindestabstand, die Maskenpflicht und insbesondere das Versammlungsgesetz festgestellt werden.“

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Insgesamt beobachte die Polizei zurzeit mehr Proteste beziehungsweise Aufrufe. „Bislang fanden diese in den Städten Saarbrücken, Saarlouis, Homburg, St. Wendel, Wadern, und der Gemeinde Schmelz statt“, teilte das Ministerium mit. Auch sei aktuell ein verstärkter Zulauf zu entsprechenden Versammlungen beziehungsweise Ansammlungen zu beobachten. In Saarbrücken seien am Sonntag 600 Menschen zu einem angemeldeten Aufzug gekommen, in Saarlouis hätten sich am vergangenen Freitag 500 Menschen unangemeldet versammelt. Generell bewege sich die Teilnehmerzahl bei allen anderen Protestaktionen im zweistelligen Bereich.

05:53 Uhr – 3700 Menschen demonstrieren in München gegen Corona-Maßnahmen

Rund 3700 Menschen haben am Mittwochabend in München gegen Corona-Maßnahmen demonstriert. Zuvor hatte die Kreisverwaltung angeordnet, dass Teilnehmerinnen und Teilnehmer während der Demonstration FFP2-Masken tragen sollen, wie die Polizei in der Nacht zum Donnerstag mitteilte. Die überwiegende Mehrheit der Teilnehmer habe „eine ablehnende und emotionale Haltung gegenüber dieser beschränkenden Verfügung“ gehabt. Im Verlauf des Abends wurden 18 Verstöße gegen die Maskenpflicht angezeigt. Insgesamt wurden 28 Menschen wegen Beleidigung und Körperverletzung festgenommen.

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05:45 Uhr – Südkorea verschärft wegen höherer Corona-Zahlen die Beschränkungen

Wegen des Anstiegs bei Neuinfektionen mit dem Coronavirus verschärft Südkorea erneut die Kontakt- und Versammlungsbeschränkungen. Vor allem der Umfang privater Treffen und die Geschäftszeiten im Gastronomiebetrieb sollen landesweit von diesem Wochenende an bis Anfang Januar wieder stärker eingeschränkt werden. Das kündigte das Gesundheitsministerium am Donnerstag an.

Unter den neuen Maßnahmen dürfen sich maximal vier Personen privat treffen. Restaurants und Cafés müssen um 21 Uhr schließen. Zudem dürfen dort nur höchstens vier nachweislich geimpfte Gäste zusammensitzen, wenn sie in Gruppen kommen. Auch für Bars, Nachtclubs und andere papyrus-235691262Unterhaltungseinrichtungen gelten diese Regeln. Kinos und Konzertsäle dürfen eine Stunde später schließen.

05:27 Uhr – Sieben-Tage-Inzidenz fällt auf 340 – Mehr als 500 Todesfälle

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet binnen 24 Stunden 56.677 Corona-Neuinfektionen. Das sind 13.934 Fälle weniger als am Mittwoch vor einer Woche, als 70.611 Positiv-Tests gemeldet wurden.

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 340,1 von 353 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben.

522 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen eines Tages auf 107.202.

Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 6,67 Millionen Corona-Tests positiv aus.

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05:04 Uhr – Zahl der Ermittlungen wegen gefälschter Impfpässe rapide gestiegen

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind der Polizei in Schleswig-Holstein bereits mehr als 450 Fälle gefälschter Impfzertifikate bekannt geworden. Zwei Drittel aller Fälle seien seit der Einführung der 2G-Regel am 22. November erfasst worden, sagte eine Sprecherin des Landeskriminalamts der Deutschen Presse-Agentur. Es gebe einen sehr deutlichen Anstieg in diesem Bereich. „Allein vergangene Woche konnten zu diesem Phänomen über 100 Fälle in Schleswig-Holstein registriert werden.“

04:54 Uhr – Neuseeland bestätigt erste Omikron-Infektion

Neuseeland meldet seinen ersten Omikron-Fall. Die infizierte Person sei aus Deutschland über Dubai eingereist und befinde sich in einer staatlichen Quarantäneeinrichtung in Christchurch, teilte der Chef der Gesundheitsbehörde, Ashley Bloomfield, mit.

04:37 Uhr – „Das ist ein Skandal und widerspricht dem Sinn der Impfkampagne“

Der Verband der Kinder- und Jugendärzte beklagt die mangelnde Versorgung mit Corona-Impfstoffen. „Das ist ein Skandal und widerspricht dem Sinn der Impfkampagne“, sagt Verbandssprecher Jacob Maske der Zeitung „Augsburger Allgemeinen“.

In den Praxen käme zu wenig Serum an und das auch noch unregelmäßig. Er ruft den neuen Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) auf, das Problem schnell anzupacken. Lauterbach fürchtet allerdings, dass sich im neuen Jahr die Verfügbarkeit der Impfstoffe verschlechtern könnte.

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04:06 Uhr – EU sichert sich halbe Million Dosen neuer Covid-Medikamente

Die Europäische Union (EU) sichert sich eine halbe Million Einheiten neuentwickelter Covid-Medikamente auf Antikörperbasis. Die EU-Kommission habe konkrete Verträge mit drei Pharmakonzernen über die Lieferung von Therapeutika mit monoklonalen Antikörpern geschlossen, berichtet die Zeitung „Augsburger Allgemeine“ aus einer Antwort von EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides auf eine parlamentarische Anfrage des FDP-Europaabgeordneten Moritz Körner.

Mit dem Hersteller Hoffmann-La Roche sei die Lieferung von 55.000 Dosen des Mittels Regn-Cov2 vereinbart, mit GlaxoSmithKline 220.000 Dosen des noch nicht zugelassenen Medikaments Sotrovimab und mit Eli Lilly 220.00 Dosen eines Kombinations-Präparats aus Bamlanivimab und Etesevimab.

04:00 Uhr – Lauterbach stellt sich Fragen zu Impfstoffversorgung und Kinderimpfung

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) steht am Donnerstag (15.00 Uhr) zur Impfstoffversorgung und anderen Corona-Themen der Hauptstadtpresse Rede und Antwort. Der Minister absolviert seinen ersten Auftritt im neuen Amt vor der Bundespressekonferenz (15.00 Uhr). Ebenso wie bisher sein Vorgänger Jens Spahn (CDU) wird Lauterbach gemeinsam mit dem Präsidenten des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, vor die Presse treten.

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Lauterbach hatte am Dienstag mitgeteilt, dass nach den bisherigen Beständen und Bestellungen Anfang kommenden Jahres zu wenig Impfstoff vorhanden sei. Am Mittwoch teilte sein Ministerium die Bestellung von zusätzlich 92 Millionen Dosen für 2022 mit. Hierfür gab der Haushaltsausschuss im Bundestag 2,2 Milliarden Euro frei. Auf der Presskonferenz soll es zudem um die in dieser Woche angelaufenen Impfungen bei Kindern zwischen fünf und elf Jahren gehen.

03:52 Uhr – Ältester Mann Frankreichs nach Corona-Erkrankung gestorben

Der mutmaßlich älteste Mann Frankreichs, der 112-jährige Marcel Meys, ist nach einer Corona-Erkrankung gestorben. Seine Tochter Nicole Boiron sagte der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch, dass ihr Vater im Krankenhaus mit Sauerstoff versorgt worden sei. „Sie haben das Unmögliche versucht, aber wie soll man das machen, mit 112 Jahren…“, sagte sie weiter. Der am 12. Juli 1909 geborene Meys lebte bis zu seinem Tod allein in seinem Haus.

Der ehemalige Rettungssanitäter aus Südostfrankreich, der beide Weltkriege erlebt hatte, war seit 1998 verwitwet. Laut seiner Tochter war er schwerhörig und fast blind. Ihr Vater sei aber geistig noch fit gewesen und von Haushaltshilfen unterstützt worden, schilderte Boiron.

03:52 Uhr – Neuseeland – Proteste gegen Grenzschließungen und Impfpflicht

Tausende Neuseeländer protestieren zumeist ohne Mund-Nasen-Schutz in der Hauptstadt Wellington gegen die Impfpflicht und die strengen Reisebeschränkungen. Trotz einer hohen Impfquote – 90 Prozent der Bürger über 12 Jahren haben zwei Dosen erhalten – hält Regierungschefin Jacinda Ardern an den Beschränkungen fest.

„Ich hab‘ früher CDU gewählt. Bin kein Versuchskaninchen“

„Das sind unsere 68er“: Dieser Vergleich kommt nicht etwa von einem Corona-Demonstranten, sondern von einem örtlichen SPD-Politiker. Das Video (8 Min.) aus dem sächsischen Freiberg zeigt, dass der Protest gegen die Corona-Politik nicht nur von Radikalen getragen wird.

Quelle: Martin Heller/WELT

Für die Weihnachtszeit sind einige Lockerungen vorgesehen, die internationalen Grenzen bleiben weiterhin geschlossen.

03:27 Uhr – Caritas: Corona macht Armutsrisiken sichtbar

Die Corona-Pandemie hat nach Einschätzung der Caritas lange angelegte Armutsrisiken sichtbar gemacht. „Einmal arm, immer arm – das ist für immer mehr Menschen eine reale Bedrohung“, sagte Caritas-Präsidentin Eva Maria Welskop-Deffaa der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. An diesem Donnerstag will der Paritätische Wohlfahrtsverband einen Bericht zur Armutsentwicklung in der Pandemie veröffentlichen.

Welskop-Deffaa sagte, im Lebenslauf verfestigte Armut dürfte nicht hingenommen werden. So müsse das bewilligte Existenzminimum dem entsprechen, was gebraucht werde. Sondersanktionen für junge Menschen müssten abgeschafft werden. Und es brauche Angebote, „die Menschen unverzüglich helfen, wenn sie, aus welchen Gründen auch immer, in eine Lebenskrise geraten“.

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Bei den NRW-Tafeln gibt es Geschenke für die Kleinsten (Symbolbild)

Aus der Koalition kam der Hinweis auf Vorhaben der neuen Ampel-Regierung zur Armutsbekämpfung. Kinder aus einkommensschwachen Haushalten litten am meisten unter der Pandemie, sagte SPD-Fraktionsvize Dagmar Schmidt der dpa. Diese Familien sollten mit einem Sofortzuschlag unterstützt werden. Schmidt verwies außerdem auf die geplante Kindergrundsicherung und den einmaligen Heizkostenzuschlag für alle Haushalte, die Wohngeld beziehen.

00:17 Uhr – Ärztepräsident fordert Impfstoffbeschaffung und -verteilung durch Krisenstab

Wegen der Warnung von Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) vor einem Impfstoffmangel fordert Ärztepräsident Klaus Reinhardt die Ampel-Koalition auf, die Impfstoffbeschaffung und -verteilung auf den neuen Krisenstab im Kanzleramt zu übertragen. „Der Krisenstab sollte bestenfalls die Verantwortung für den gesamten Prozess von der Bestellung bis zur Auslieferung der Impfstoffe übernehmen“, sagt Reinhardt dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Donnerstag).

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Germany's new Health Minister Karl Lauterbach speaks during the handover ceremony in Berlin, Germany, December 8, 2021. REUTERS/Hannibal Hanschke/Pool

Entscheidend sei nicht, was in den Bestellbüchern stehe, sondern was am Ende bei den Ärztinnen und Ärzten vor Ort ankomme. Und das reiche im Moment nicht aus, um kurzfristig alle, die es wollten, zu impfen. „Die Lage ist ernst.“ Die neue Bundesregierung müsse sich jetzt darauf fokussieren, gemeinsam mit dem Krisenstab unter General Carsten Breuer die Impfstoffbeschaffung und -verteilung in Deutschland endlich in den Griff zu bekommen.

23:22 Uhr – Weltärztebund-Chef für Gewinn-Beschränkung bei Impfstoffherstellern

Der Chef des Weltärztebundes, Frank-Ulrich Montgomery, spricht sich einem Medienbericht zufolge für die Begrenzung der Gewinne von Impfstoff-Herstellern aus. BioNTech habe 375 Millionen Euro vom deutschen Staat bekommen für die Entwicklung eines Impfstoffes, sagt Montgomery dem Sender RTL einer redaktionellen Fassung zufolge.

Dann habe der Konzern in den ersten neun Monaten des Jahres einen Gewinn von sieben Milliarden Euro ausgewiesen. „Hier bin ich schon dafür, dass man die Gewinne mit staatlichen Maßnahmen beschränkt oder aber das Geld nutzt, um damit Impfstoff zu kaufen für die armen Menschen in der Welt.“

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Corona: Impfnachweise sollen in EU nur noch neun Monate gültig sein – WELT

Travors