Ukraine – News im Liveticker: Russische Armee laut Pentagon „zunehmend frustriert“ – WELT

Die russischen Truppen treffen bei ihrem Vormarsch in der Ukraine nach Angaben der US-Regierung offenbar auf unerwartet heftigen Widerstand. „Wir haben Anzeichen dafür, dass die Russen zunehmend frustriert sind, weil sie in den letzten 24 Stunden, insbesondere in den nördlichen Teilen der Ukraine, nicht vorankommen“, sagte ein Vertreter des Pentagons am Samstag.

„Nach unseren Beobachtungen ist der Widerstand größer als von den Russen erwartet“, sagte der Beamte. „Die ukrainische Luftabwehr, einschließlich der Flugzeuge, ist weiterhin einsatzbereit und greift russische Flugzeuge an verschiedenen Stellen des Landes an und verweigert ihnen den Zugang.“

Bei ihrem Vorstoß im Süden von der Krim und vom Schwarzen Meer aus waren die russischen Streitkräfte demnach bislang erfolgreicher. „Aber im Norden gibt es den härtesten Widerstand. In und um Charkiw sowie nördlich von Kiew wird immer noch heftig gekämpft“, sagte der US-Beamte.

Lesen Sie auch

Die USA und andere westliche Staaten seien weiterhin in der Lage, Waffen in das Land zu liefern, hob er hervor. Washington plane in den kommenden Tagen weitere Lieferungen, um den Kampf gegen russische Panzer am Boden und Angriffe aus der Luft zu unterstützen.

Russland hatte am Samstag einen Vormarsch seiner Truppen in der Ukraine „aus allen Richtungen“ angeordnet. Laut Pentagon-Informationen sind inzwischen rund 50 Prozent der 150.000 Soldaten umfassenden russischen Invasionstruppen in der Ukraine.

An dieser Stelle finden Sie Inhalte von Drittanbietern

Um mit Inhalten von Drittanbietern zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir Ihre Zustimmung.

Alle Entwicklungen im Liveticker:

10:12 Uhr – Kreml: Militäroperation geht trotz möglicher Verhandlungen weiter

Russland will dem Kreml zufolge seinen Krieg gegen die Ukraine trotz möglicher Verhandlungen mit dem Nachbarland fortsetzen. „Wir haben die ukrainische Seite gewarnt, dass die Militäroperation dieses Mal nicht ausgesetzt wird, wie es gestern geschehen ist“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der Staatsagentur Tass zufolge.

Seinen Angaben zufolge ist bereits eine russische Delegation für Gespräche mit ukrainischen Vertretern in die Stadt Gomel im Nachbarland Belarus gereist. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj lehnte Verhandlungen in Belarus allerdings ab, weil das Land nicht neutral sei.

Russland und die Ukraine hatten bereits am Freitag mögliche Verhandlungen über ein Ende des Krieges ausgelotet. In dieser Zeit hatte der russische Präsident Wladimir Putin nach Darstellung des Kreml den weiteren Vormarsch vorübergehend ausgesetzt.

10:01 Uhr – Lukaschenko: Zwei russische Raketen von Belarus aus abgefeuert

Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko hat eingeräumt, dass russische Truppen von seinem Land aus die Ukraine angegriffen hätten. Zwei Raketen seien abgefeuert worden, „weil Kiew drei bis vier Raketendivisionen an der Grenze“ zu Belarus stationiert habe, sagte Lukaschenko Staatsmedien zufolge in Minsk. Vorwürfe, dass auch belarussische Soldaten an der Seite Russlands in der Ukraine kämpfen, wies er mit Nachdruck zurück. „Dort gibt es keine einzige belarussische Patrone.“ Allerdings helfe Belarus „natürlich“ den Russen. Verwundete würden versorgt.

Zugleich forderte Lukaschenko, den Krieg zu beenden. „Ich würde dies allerdings nicht Krieg nennen. Es ist ein Konflikt. In zwei Tagen ist es ein Krieg, in drei Tagen eine Schlacht“, sagte er. „Wir müssen uns an den Verhandlungstisch setzen und die Fragen lösen, auch diejenigen, die von Russland vorgebracht wurden.“ Er betonte, Russland sei zu Verhandlungen in der belarussischen Stadt Gomel bereit. „Wenn (die Ukrainer) nicht kommen (…), was soll man dann machen, es ist ihre Wahl.“ Die Ukraine lehnt Gespräche in Belarus ab, weil das Nachbarland nicht neutral sei.

09:57 Uhr – Selenskyj: Russisches Vorgehen grenzt an Völkermord

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die internationale Gemeinschaft aufgefordert, Russland wegen des Angriffs auf sein Land das Veto-Recht im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen (UN) zu entziehen. Das russische Vorgehen sei verbrecherisch und grenze an Völkermord, sagt Selenskyj in einer kurzen Videobotschaft.

„Das ist Terror. Sie werden unsere ukrainischen Städte noch mehr bombardieren, sie werden unsere Kinder noch subtiler töten. Das ist das Böse, das in unser Land gekommen ist und zerstört werden muss“, sagt er weiter. Die Weltgemeinschaft müsse Russland das Veto-Recht im UN-Sicherheitsrat entziehen.

09:52 Uhr – Mützenich für Verstärkung der Bundeswehr

SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich hat sich für eine Verstärkung der Bundeswehr ausgesprochen – ist aber skeptisch, ob dies mit Geld allein erreichbar ist. „Wir können nicht einfach so tun, als ob es nur eine Frage von Etatansätzen ist“, sagte er vor einer Sondersitzung des Bundestags zum Ukraine-Konflikt in Berlin. Der Verteidigungsetat sei in den vergangenen Jahren immer wieder erhöht worden, das Ressort habe die Mittel aber nicht ausgeschöpft. „Das zeigt: Wir haben Nachbesserungsarbeit in der Frage des Beschaffungswesens“, sagte Mützenich.

Es müsse auch eine bessere Zusammenarbeit mit europäischen Partnern und innerhalb der Nato geben. Die EU-Mitgliedsstaaten allein gäben 200 Milliarden Euro für Rüstung aus. Die Probleme ließen sich nicht allein lösen, „indem wir noch mehr Geld in dieses System bringen“.

Zugleich betonte der SPD-Fraktionschef: „Ich bin für eine eben auch letztlich weitere Verstärkung der Bundeswehr, in einer Situation, wo mehr und mehr die Bündnisverteidigung in den Vordergrund unserer Sicherheitspolitik rückt.“ Die Bundeswehr müsse für ihre Aufträge die nötige Ausrüstung haben.

09:27 Uhr – Putin als Ehrenpräsident des Judo-Weltverbands suspendiert

Der Judo-Weltverband hat den russischen Präsidenten Wladimir Putin als Ehrenpräsident und Botschafter der Sportart suspendiert. Das teilte die IJF mit und reagierte damit auf die Invasion Russlands in die Ukraine. Kremlchef Putin ist selbst Träger des Schwarzen Gürtels.

Im Judo ist der Einfluss Russlands enorm. Weltverbandspräsident Marius Vizer gilt als Freund von Putin. Der europäische Verband EJU wird vom Russen Sergej Soloweitschik geführt. Zudem werden die beiden wichtigsten Verbände von zahlreichen russischen Unternehmen gestützt. Die EJU etwa präsentierte erst kürzlich drei neue Sponsoren aus Russland.

Zuletzt war der für Mai geplante Grand Slam im russischen Kasan abgesagt worden. Die Sportgemeinschaft müsse vereint und stark bleiben, um einander zu unterstützen, um Frieden und Freundschaft, Harmonie und Einheit zu fördern, hieß es am Freitag in einer Mitteilung des Verbands.

09:04 Uhr – Grünen-Chefin Lang steht hinter Waffenlieferungen an die Ukraine

Grünen-Chefin Ricarda Lang hat sich hinter die Kehrtwende der Bundesregierung hin zu Waffenlieferungen an die Ukraine gestellt. Der russische Präsident Wladimir Putin habe die Tür der Diplomatie zugeschlagen, sagte Lang im „Morgenmagazin“ der ARD. Er setze auf einen Angriffs- und Vernichtungskrieg. „In dieser Situation hat die Ukraine ein unabdingbares Recht auf Selbstverteidigung. Dieses Recht erkennen wir nicht nur an. Sondern wir stehen solidarisch an der Seite der Ukraine.“ Dazu gehöre, „dass wir sie mit dem Material ausstatten, das sie brauchen, um von diesem Recht Gebrauch zu machen. Also auch Waffenlieferungen.“

Lang räumte ein: „Das ist für meine Partei keine einfache Situation.“ Was man erlebt habe, sei aber eine Zäsur und eine Zeitenwende. „In so einem historischen Moment geht es nicht darum zu verteidigen, was wir schon immer gesagt haben. Jetzt geht es darum, wie wir Demokratie, Frieden und Freiheit in Europa schützen können.“

08:52 Uhr – Ukraine lehnt russisches Angebot für Verhandlungen in Belarus ab

Die Ukraine hat von Russland angebotene Verhandlungen in Belarus abgelehnt. Belarus sei selbst an der russischen Invasion beteiligt, denn auch von dort aus habe Russland die Ukraine angegriffen, sagt Präsident Wolodymyr Selenskyj.

Die Ukraine sei aber weiter offen für Verhandlungen an anderen Orten.

Zuvor hatte Russland gemeldet, dass bereits eine Delegation in Belarus eingetroffen sei. Laut Kreml-Sprecher Dmitri Peskow gehörten ihr Vertreter des Präsidialamts sowie des Außen- und des Verteidigungsministeriums an.

08:21 Uhr – Ukraine will Truppe mit Freiwilligen aus dem Ausland aufstellen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kündigt an, dass sein Land eine „internationale“ Truppe mit Freiwilligen aus dem Ausland aufstellen will. „Dies wird ein entscheidender Beleg für Ihre Unterstützung für unser Land sein“, teilt Selenskyj in einer Erklärung mit.

08:02 Uhr – Russische Truppen dringen in Charkiw ein

Russische Truppen sind nach ukrainischen Angaben in die Stadt Charkiw vorgerückt. Es komme zu Straßenkämpfen zwischen ukrainischen Kräften und russischen Soldaten, erklärte der Leiter der Regionalverwaltung, Oleh Sinehubow, am Sonntag. Er rief die Zivilisten in der zweitgrößten Stadt der Ukraine auf, ihre Wohnungen und Häuser nicht zu verlassen.

Russische Truppen hatten sich der Stadt etwa 20 Kilometer südlich der russisch-ukrainischen Grenze bereits kurz nach Beginn der Invasion am Donnerstag genähert. Bis zum Sonntag blieben sie aber am Stadtrand und versuchten nicht, ins Zentrum von Charkiw vorzudringen.

Videos in ukrainischen Medien und sozialen Netzwerken zeigten russische Fahrzeuge, die durch Charkiw fuhren, und ein brennendes Fahrzeug auf der Straße.

07:35 Uhr – China spricht sich weiterhin gegen Russland-Sanktionen aus

China lehnt weiterhin den Einsatz von Sanktionen gegen Russland ab. In einer am Sonntag veröffentlichten Stellungnahme teilte Außenminister Wang Yi mit, man sei „gegen einseitige Sanktionen, die keine Grundlage in internationalem Recht haben“.

Beim Telefonat mit der deutschen Außenministerin Annalena Baerbock am Samstag teilte Wang zudem mit, Sanktionen würden keine Probleme lösen, sondern nur neue Probleme kreieren. Baerbock hatte in dem Gespräch auf die besondere Verantwortung Chinas als ständiges Mitglied des UN-Sicherheitsrates hingewiesen.

06:11 Uhr – Verteidigungsminister macht Soldaten Mut – „Dunkelheit wird weichen“

Der ukrainische Verteidigungsminister Olexij Resnikow hat seinen Soldaten nach den tagelangen schweren Kämpfen gegen die angreifende russische Armee Mut gemacht. In einem Beitrag auf Facebook sprach er von „drei Tagen, die unser Land und die Welt für immer verändert haben“. Dabei sei es den Russen nicht gelungen, wie geplant Kiew zu erobern. „Stattdessen sehe ich eine heldenhafte Armee, eine siegreiche Wache, furchtlose Grenzwächter, engagierte Retter, zuverlässige Polizisten, unermüdliche medizinische Engel.“

Resnikow sprach den Verteidigern Mut zu. „Stündlich erkennen immer mehr Menschen, dass es nirgendwo in Europa eine solche Armee gibt.“ Die Ukraine erwarte nunmehr Hilfe, die vor drei Tagen nicht möglich schien. „Die Dunkelheit wird zurückweichen. Die Morgendämmerung ist nahe.“

05:57 Uhr – Medien: Ukrainer zerschlagen angeblich tschetschenische Sondereinheit

Bei heftigen Kämpfen in der Umgebung von Hostomel haben ukrainische Truppen nach eigener Darstellung eine aus Russland kommende tschetschenische Sondereinheit zerschlagen. Dabei sei auch der Kommandeur, General Magomed Tuschajew, getötet worden, wie ein Gefangener später verraten habe. Wie die „Ukrainska Pravda“ am frühen Sonntagmorgen weiter berichtete, erbeuteten die ukrainischen Soldaten bei diesen Kämpfen größere Mengen an Waffen. Die Angaben ließen sich von unabhängiger Seite nicht überprüfen.

05:20 Uhr – Trump: „Putin ist klug ist und unsere Politiker sind dumm“

Ex-Präsident Donald Trump hat sich bei einem Auftritt in Florida zum russischen Angriff auf die Ukraine geäußert. Den Bericht unseres USA-Korrespondenten Daniel Friedrich Sturm lesen Sie hier:

Lesen Sie auch

Bei seinem Auftritt in Orlando teilt Donald Trump gegen diverse Demokraten aus – nicht aber gegen Wladimir Putin

Auftritt von Donald Trump

04:30 Uhr – Selenskyj dankt Macron für Lieferung von Militärmaterial

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich bei Frankreichs Präsident Emmanuel Macron für weitere Lieferungen militärischer Ausrüstung bedankt. Macron habe Selenskyj in der Nacht zum Sonntag gegen Mitternacht angerufen, erklärte der Elysée-Palast. Bei der Gelegenheit habe der Ukrainer auch Frankreichs Einsatz für den nun gemeinschaftlicher von westlichen Staaten beschlossenen Ausschluss russischer Banken aus dem internationalen Zahlungssystem Swift gewürdigt.

Emmanuel Macron und Wolodymyr Selenskyj (Archivbild)

Emmanuel Macron und Wolodymyr Selenskyj (Archivbild)

Quelle: dpa-infocom GmbH

04:04 Uhr – UN gehen von knapp 300.000 Vertriebenen in Ukraine aus

Die Vereinten Nationen gehen von knapp 300.000 Vertriebenen wegen des Krieges in der Ukraine aus. Wie das UN-Nothilfebüro Ocha unter Berufung auf das Flüchtlingshilfswerk UNHCR am Samstag berichtete, seien 160.000 Menschen Berichten zufolge innerhalb des Landes auf der Flucht – 116.000 zusätzliche Personen seien in Nachbarländer geflohen. Diese seien vor allem nach Polen gezogen, aber auch nach Moldau und Rumänien.

03:36 Uhr – Ukraine meldet Beschuss eines Atommüll-Lagers in Kiew

In Kiew wurde laut einer Mitteilung einer Behörde des Kulturministeriums ein Lager mit radioaktiven Abfällen getroffen. Die Deponie, eine Zweigstelle des Unternehmens Radon Union, sei von mehreren russischen Granaten getroffen worden, berichtete auch der Sender Kanal 24. Nach ersten Messungen bestehe „keine Bedrohung für die Bevölkerung außerhalb der Schutzzone“, hieß es. Die Angaben ließen sich nicht von unabhängiger Seite überprüfen.

02:39 Uhr – Innenministerin Faeser verspricht umfassende Hilfe für ukrainische Flüchtlinge

Deutschland will Flüchtlingen aus der Ukraine umfassende Hilfe zukommen lassen. „Der Bund wird jede mögliche Unterstützung leisten“, sagte Bundesinnenministerin Nancy Faser (SPD) der „Bild am Sonntag“. „Wir sind vorbereitet und sehr aufmerksam hinsichtlich aller denkbaren Auswirkungen dieses Krieges.“

Deutschland wird bei der Versorgung der Flüchtlinge auch in Absprache mit den EU-Partner vorgehen. „Jetzt geht es darum, schnell, solidarisch und gemeinsam in Europa zu handeln“, sagte Faeser. Die europäischen Innenminister wollen am Sonntag in Brüssel darüber beraten.

Dabei geht es sowohl um die Versorgung der Menschen, die über die Grenze nach Polen und Ungarn kommen, als auch um eine mögliche Verteilung auf mehrere europäische Länder. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine am Donnerstag verlassen immer mehr Menschen das Land. Nach polnischen Angaben sind bereits mehr als 100.000 Menschen aus der Ukraine nach Polen gekommen.

02:16 Uhr – Elon Musk aktiviert Starlink in der Ukraine

Tech-Milliardär Elon Musk unterstützt die von Russland angegriffene Ukraine mit seinem Satelliten-Internetdienst Starlink. „Der Starlink-Dienst ist jetzt in der Ukraine aktiv. Weitere Terminals unterwegs“, schrieb Musk am Samstag (Ortszeit) auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. Er kam damit einer entsprechenden Bitte des ukrainischen Ministers für Digitalisierung, Vize-Premier Mychajlo Fedorow, nach. Dieser hatte sich über Twitter direkt an Musk gewandt. In Reaktion auf Musks Antwort bedankte sich Fedorow bei dem US-Amerikaner auf Twitter und bei „jedem“, der die Ukraine unterstütze.

An dieser Stelle finden Sie Inhalte aus Twitter

Um mit Inhalten aus Twitter und anderen sozialen Netzwerken zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir Ihre Zustimmung.

Starlink bietet Internetzugang in Gebieten, in denen eine Internetverbindung nicht mehr oder nicht ausreichend verfügbar ist.

02:09 Uhr – Polen fordert mehr Nato-Truppen und höhere Verteidigungsausgaben in der EU

Polen hat angesichts des russischen Einmarschs in die Ukraine die Stationierung weiterer Nato-Truppen bei sich und eine Verdopplung der Verteidigungsausgaben in der EU gefordert. „Das nächste Ziel (Russlands) könnten die baltischen Staaten, Polen, Finnland oder andere Länder der Ostflanke sein“, sagte Polens Regierungschef Mateusz Morawiecki den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Sonntag). „(Russlands Präsident Wladimir) Putin will das Russische Reich wiederherstellen. Das muss uns allen Sorge bereiten.“

Kurzfristig plädierte Morawiecki deshalb für eine massive Aufstockung der Nato-Truppen im Osten. „Allein für Polen würden wir uns 20.000 bis 30.000 zusätzliche Nato-Soldaten wünschen.“ Litauen, Lettland und Estland bräuchten auch Unterstützung. An der Ostflanke des Militärbündnisses drohe die Gefahr, „hier verteidigen wir die Demokratie, die Rechtsstaatlichkeit und die territoriale Integrität in Europa“.

Lesen Sie auch

Überlegen: russische Soldaten im Grenzgebiet zur Ukraine

Außerdem müsse die EU zu einem „Global Player“ werden, sagte Morawiecki weiter. Dafür müssten die Mitgliedstaaten ihre Verteidigungsausgaben verdoppeln, „von jetzt rund 300 Milliarden Euro auf 500 bis 600 Milliarden Euro. Das ist nicht unmöglich.“ Eine Möglichkeit wäre es, die Ausgaben für die Verteidigung nicht bei den EU-Haushaltsregeln für die Staatsverschuldung auszuklammern.

01:45 Uhr – Macron fordert in Telefonat mit Lukaschenko Abzug russischer Truppen aus Belarus

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat in einem Telefonat mit dem belarussischen Staatschef Alexander Lukaschenko den Abzug der russischen Truppen aus dessen Land gefordert. Belarus sollte kein Komplize Russlands bei dessen Krieg gegen die Ukraine sein, sagte Macron nach Angaben des Élysée-Palasts in dem Gespräch. Belarus – genau wie die Ukraine – dürfe nicht zu einem „Vasall“ Russlands verkommen.

Lesen Sie auch

DWO Teaser Die Ampel ms jpg

01:21 Uhr – Ukrainische Armee berichtet von schweren Kämpfen

Die ukrainischen Streitkräfte sind nach Medienberichten weiterhin vielerorts schweren Angriffen der russischen Armee „aus allen Richtungen“ ausgesetzt. Dem Gegner werde jedoch „entschlossener Widerstand“ entgegengesetzt, heißt es in einer in der Nacht zum Sonntag verbreiteten Mitteilung der ukrainischen Armee.

Lesen Sie auch

A Ukrainian serviceman takes position at the military airbase Vasylkiv in the Kyiv region

00:56 Uhr – Ukraine will mögliche Kriegsverbrechen Russlands untersuchen lassen

Die ukrainische Regierung will nach Angaben ihrer Botschafterin in den USA mögliche Kriegsverbrechen Russlands in der Ukraine untersuchen lassen. Man sammle Beweise für den Beschuss von Wohngebieten, Kindergärten und Krankenhäusern, um sie an den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag zu übermitteln, sagte Botschafterin Oksana Markarova am Samstag.

00:52 Uhr – Ukrainische Armee berichtet von schweren Kämpfen

Die ukrainischen Streitkräfte sind nach Medienberichten weiterhin vielerorts schweren Angriffen der russischen Armee „aus allen Richtungen“ ausgesetzt. Dem Gegner werde jedoch „entschlossener Widerstand“ entgegengesetzt, heißt es in einer in der Nacht zum Sonntag verbreiteten Mitteilung der ukrainischen Armee.

We would like to say thanks to the author of this post for this outstanding material

Ukraine – News im Liveticker: Russische Armee laut Pentagon „zunehmend frustriert“ – WELT

Travors